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Stimmung bei den KSC-Fans.
Stimmung bei den KSC-Fans. © Ripberger
25.08.2017

KSC muss den Schalter umlegen - Heimspiel gegen Halle

Bekommt der Karlsruher SC im Spiel eins nach der kurzen Ära mit Marc-Patrick Meister unter dem Trainer-Duo Zlatan Bajramovic und Christian Eichner die Kurve? Den Krisengipfel gegen Halle müssen die Badener unbedingt gewinnen, sonst ist die Tabellenspitze nicht einmal mehr mit dem Fernglas zu sehen.

Der KSC (Platz 15/4 Punkte) muss auf jeden Fall defensiv gut stehen. Bisher war der Club auf dem Weg zur Schießbude der 3. Fußball-Liga zu werden: Zwölf Gegentreffer gab es bereits. Nur Halle (Platz 17/2)musste bisher mehr Tore hinnehmen.

KSC-Interimscoach Bajramovic fordert, „dass wir unsere Zweikämpfe grundsätzlich anders gestalten wie in Köln. Es muss so zur Sache gehen, wie gegen Bayer Leverkusen.“ Beim 0:3 im DFB-Pokal schafften es die Wildparkprofis, 90 Minuten ohne Gegentreffer zu bleiben. Das 0:4 beim Liga-Konkurrenten Fortuna war dann ein herber Rückschlag.

Mit Kritik hält sich Bajramovic nicht zurück. Er legt den Finger in die Wunde. „Von den letzten Spielen kann man nicht sagen, dass jeder alles probiert hat“, so der Ex-Profi von Freiburg, Frankfurt und St. Pauli: „Es wird Zeit, dass jeder die hundert Prozent seiner Leistungsfähigkeit abruft.“ Der 38-Jahre alte Bosnier hat auch erkannt: „Es fehlt uns die Konstanz.“

Bajramovic wird das Team gegenüber der Chaotenvorstellung beim 0:4 in Köln umbauen. Sicher wird Matthias Bader ins Team kommen, wird rechts verteidigen. Für Kai Bülow, den eine Rippenprellung plagt, wird David Pisot die Kapitänsbinde tragen. Die Position von Bülow im defensiven Mittelfeld dürfte Alexander Siebeck übernehmen. Jonas Föhrenbach, bisher eine Enttäuschung, dürfte links verteidigen.

Über seine Gemütslage sagt Bajramovic: „Ich bin bei jedem Spiel etwas angespannt, ein bisschen nervös. Aber wenn die Jungs den ersten Zweikampf gewonnen haben, dann werde ich locker.“ Torhüter Benjamin Uphoff bestätigte den Kollegen eine „richtig gute Trainingswoche.“ Interimstrainer Bajramovic wünscht sich fürs Erste unbedingt ein Führungstor: „Wir sind zu oft hierhergelaufen. Wenn wir gut reinkommen, dann bin ich sehr optimistisch.“ Seine Hauptaufgabe sah er darin, den Spielern „Selbstvertrauen und Mut“ zurückzugeben: „Die Jungs wissen, dass es schlechter als in Köln gar nicht geht. Es hilft ihnen, zu wissen, dass sie bestimmt besser sein werden.“

Mögliche KSC-Aufstellung:

Uphoff – Camoglu, Stoll, Pisot, Bader – Siebeck, Muslija, Schleusener, Hofmann – Fink, Zawada