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Oliver Kreuzer, Sportdirektor des Karlsruher SC, sieht die Chancen im DFB-Pokalmatch seines KSC gegen Bundesligist Hannover 96 die Siegchancen-Verteilung bei 50:50. Foto: dpa
Oliver Kreuzer, Sportdirektor des Karlsruher SC, sieht die Chancen im DFB-Pokalmatch seines KSC gegen Bundesligist Hannover 96 die Siegchancen-Verteilung bei 50:50. Foto: dpa
17.08.2018

KSC rechnet sich fürs DFB-Pokalduell mit Hannover 96 gute Chancen aus

Karlsruhe. Der Karlsruher SC hofft, dass der erst Höhepunkt der Saison nicht gleich der letzte ist: In der ersten Runde des DFB-Pokals erwartet der Fußball-Drittligist am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) den Bundesligisten Hannover 96. Natürlich sei in so einem Spiel immer der Erstligist Favorit, sagt Oliver Kreuzer. Die Chancen weiterzukommen, sieht Karlsruhes Sportdirektor trotzdem bei 50 Prozent.

Der KSC hat – einschließlich der beiden Partien im bfv-Rothaus-Pokal – schon sechs Pflichtspiele in den Beinen. „Für Hannover hingegen, ist es das erste Wettkampfspiel“, gibt Kreuzer zu bedenken. Den Niedersachsen fehle deshalb noch „der Rhythmus“. Außerdem sei ja bekannt, dass der Pokal seine eigenen Gesetze habe.

„In diesen Spielen kann alles passieren“, pflichtet ihm KSC-Cheftrainer Alois Schwartz bei: „Wenn wir unsere Leistung abrufen, können wir das Spiel lange offenhalten. Und je länger das Spiel offenbleibt, umso größer ist die Chancen, dass wir gewinnen.“ Besonders motivieren muss Schwartz seine Schützlinge nicht. „Gegen einen Bundesligisten – das ist für jeden von uns ein besonderes Spiel“, sagt der in Hannover geborene KSC-Stürmer Saliou Sané, der von der U 15 bis zur U 23 das 96er-Trikot trug.

Die 336.000 Euro, die der Einzug in die zweite Runde wert ist, täten der KSC-Kasse natürlich unheimlich gut. Doch daran denkt Trainer Schwartz derzeit nicht: „Wir haben eine tolle und große Aufgabe vor uns – und die müssen wir erst einmal erledigen.“ Jeder einzelne seiner Spieler könne sehen „wo er steht, wie er steht.“ Und Schwartz überschrieb die Partie, zu der etwa 10.000 Zuschauer im Wildpark erwartet werden, mit dem Motto: „Raus aus dem Alltag – rein in den Pokal.“

Bis auf Justin Möbius (Hüfte) sowie Marin Sverko (Rücken) kommen wahrscheinlich alle KSC-Spieler für einen Einsatz in Frage. Fraglich sind aber noch Anton Fink (Sprunggelenk) sowie Burak Camoglu, der nach einem Bienenstich eine Trainingspause einlegen musste, und dann wieder gestochen wurde.

Eine Diskussion oder gar Verunsicherung wegen eines mögliches Wechsels von Torhüter Benjamin Uphoff zum Zweitligisten FC Ingolstadt gebe es nicht, sagt Schwartz. „Die Wahrscheinlichkeit, dass er bleibt, ist größer, als die, dass er geht“, sagt Sportdirektor Kreuzer. Einerseits liegen der FCI und der KSC bei der Ablösesumme noch weit auseinander, andererseits hat Kreuzer noch keinen adäquaten Ersatz an der Angel. „Nur wenn beide Bedingungen erfüllt sind, lassen wir ihn gehen. Auch einen „Sechser“ sucht Kreuzer noch.