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Auf dem Kunstrasenplatz neben dem Wildparkstadion erspielte sich der KSC einen 2:1-Testspielsieg gegen Austria Lustenau, die in der österreichen 1. Liga (vergleichbar der deutschen Zweiten Liga) spielen. © Türschmann
22.01.2013

KSC schlägt Austria Lustenau mit 2:1 - Vertrag mit Parker Walsh

Zweiter Platz in der Dritten Liga, gute Stimmung im Team und bei den Fans - der Karlsruher SC hat den Aufstieg in die Zweite Liga ganz fest im Visier. In Österreich könnte der KSC wahrscheinlich schon jetzt in der höheren Klasse mithalten. Zumindest sieht es nach dem Dienstag-Testspiel gegen SC Austria Lustenau so aus. Mit 2:1 siegten die Badener gegen den klaren Tabellenführer der 1. Liga in der Alpenrepublik.

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Die österreichische 1. Liga entspricht der Zweiten Liga in Deutschland. Und weil Austria Lustenau Ambitionen in Richtung Bundesliga hat, ließen die Vorarlberger das Testspiel auf dem Kunstrasenplatz neben dem Wildparkstadion konzentriert angehen. Am Ende der dreimal 30 Minuten konnte man das Spiel durchaus als ausgeglichen bezeichnen, wobei der Sieg des KSC verdient war. Das gilt auch für die letzte Spielphase, in der das Karlsruher Team nach dem massenhaften Auswechseln völlig umgekrempelt wurde.

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Das macht Hoffnung, dass auch der zweite Anzug der Mannschaft passt. Schließlich ist die Saison noch lang, und für Trainer Markus Kauczinski ist es beruhigend zu wissen, dass er auch Ausfälle von Stammspielern kompensieren kann. Der vielleicht prominenteste Stammspieler läutete in der 9. Minute den KSC-Sieg ein. Hakan Calhanoglu markierte das 1:0 – natürlich mit einem Kunstschuss. Seine Torgefährlichkeit wird dem Karlsruher SC auf dem Weg in die Zweite Liga hoffentlich noch lange zu wichtigen Siegen verhelfen.

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Der Ausgleich zum 1:1 ließ nur zwölf Minuten auf sich warten. Der KSC aber behielt die Nerven, auch dann, als ein komplett anderes Team auf dem Platz stand. So fiel das 2:1 in der 80. Minute durch Simon Brandstetter durchaus verdient. Die Karlsruher hatten viel ausprobiert, aber unter den rund 200 Fans, die bei Eiseskälte mitzitterten, hörte man reichlich Lob. Die Euphorie ist in den Wildpark zurückgekehrt.

Einen großen Anteil daran hat Markus Kauczinski. Der mühte sich auf den Platz, auf Krücken gestützt und von allen Seiten mit Genesungswünschen eingedeckt. Im Trainingslager im türkischen Belek hatte er bei einem Fußballspiel gegen mitgereiste Fans seine Achillessehne gerissen. Bis zum Start der Rückrunde dürfte es dem beliebten Trainer aber schon wieder besser gehen.

Am Testspieltag hat der Karlsruher SC auch ein weiteres Ergebnis des Trainingslagers verkündet: Der KSC hat Außenverteidiger Parker Walsh mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2013 ausgestattet. Der 21-jährige US-Amerikaner trainiert bereits seit rund zwei Wochen mit Mannschaft und hinterließ dabei einen überzeugenden Eindruck. „Parker hat sich so präsentiert, wie wir ihn von früher kannten und wie wir uns das erhofft hatten“, erklärte KSC-Cheftrainer Kauczinski. „Damit passt er genau in unser Anforderungsprofil.“

Walsh, Jahrgang 1991, spielte bereits von 2009 bis 2012 zunächst im KSC-Talentteam und anschließend beim KSC II in der Regionalliga Süd, wo er in den Spielzeiten 2010/2011 und 2011/2012 insgesamt 47 Einsätze absolvierte.