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Einige Bedenken trägt Ingo Wellenreuther gegen das Nöttinger Pokalspiel in Karlsruhe vor. Foto: Stockhoff
Einige Bedenken trägt Ingo Wellenreuther gegen das Nöttinger Pokalspiel in Karlsruhe vor. Foto: Stockhoff
21.06.2013

KSC sieht Nöttinger Pokalspiel in Karlsruhe skeptisch

Remchingen-Nöttingen/Karlsruhe. Am Donnerstag herrschte beim FC Nöttingen noch purer Optimismus, als es um die Stadionfrage für das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen Schalke 04 ging. Mit dem Wildparkstadion Karlsruhe, so schien es, würde alles klar gehen. Am Freitag aber bekamen die Nöttinger Hoffnungen einen Dämpfer. Denn KSC-Präsident Ingo Wellenreuther meldete sich mit einigen Einwänden zu Wort.

„Ich muss zu allererst die Interessen meines Vereines vertreten“, sagt Wellenreuther. Gedanken mache er sich, weil beide Vereine innerhalb weniger Tage ihr DFB-Pokalspiel im Wildparkstadion austragen müssten – der Zweitliga-Aufsteiger aus der Fächerstadt hat für die erste Runde (2. bis 5. August) ein Heimspiel gegen den Erstligisten VfL Wolfsburg zugelost bekommen. Das sei „etwas ungeschickt“ sagt der KSC-Präsident: „Wenn Nöttingen vor uns spielt, könnte der Platz in Mitleidenschaft gezogen sein. Zudem könnte uns das Nöttinger Spiel einige Zuschauer kosten.“ Auch logistisch könnte der Doppel-Spieltag einige Probleme bringen.„Wir sind gerne behilflich“, sagt Wellenreuther, „aber wir müssen schauen, wie wir das hinkriegen, so dass es für beide Vereine positiv ist. Es darf für uns kein Nachteil entstehen.“ Die Entscheidung, ob Nöttingen in Karlsruhe spielen kann, liegt letztlich bei der Stadt Karlsruhe – sie ist Besitzerin des Stadions. Es bleibt abzuwarten, ob Oberbürgermeister Frank Mentrup die Bedenken des KSC für so gravierend hält, dass er sich gegen das FCN-Spiel ausspricht.

Nöttingens Vorsitzender Dirk Steidl und Jürgen Hecht vom Aufsichtsrat hatten sich am Donnerstag noch mit Vertretern der Stadt Karlsruhe, der Polizei und des KSC getroffen. Danach hatte sich Steidl gegenüber der PZ zuversichtlich geäußert, dass in Karlsruhe gespielt wird. Die neue Entwicklung hat nun auch ihn überrascht. „Rolf Ulrich (Anm. der Redaktion: Kaufmännischer Direktor beim KSC) hat zwar den einen oder anderen Einwand vorgetragen, aber das schien alles nicht unlösbar.“

Wie geht es nun weiter? Die Stadt Karlsruhe wollte eigentlich zügig eine Entscheidung fällen. „Vielleicht wissen wir ja am Montag oder Dienstag mehr“, sagt Ingo Wellenreuther.

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