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Karlsruher SC

Super Stimmung bei den KSC-Fans nach dem Spiel gegen Halle. Foto: dpa
Super Stimmung bei den KSC-Fans nach dem Spiel gegen Halle. Foto: dpa
20.05.2019

KSC trotz Niederlage in Party-Stimmung - nach letztem Spiel geht es nach Mallorca

Karlsruhe. Trainer Alois Schwartz ist nicht mit nach Mallorca gereist, er lässt die Spieler des Karlsruher SC den Aufstieg auf der spanischen Ferieninsel alleine feiern. „Es gibt Dinge, die will man besser nicht sehen“, sagte er mit einem Schmunzeln im Gesicht. Die Party mit rund 4000 KSC-Fans am Samstag nach dem bedeutungslosen 2:3 (1:1) gegen den Halleschen FC gab einen Vorgeschmack darauf, dass es die 31 Mann starke Karlsruher Reisegruppe nach der Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga krachen lassen dürfte. „Von den Fans her sind wir auf jeden Fall bereit für die 2. Liga“, sagte Torwart Benjamin Uphoff.

Dass der Tabellenzweite der 3. Liga nach zwei Jahren aufsteigen würde, hatte schon eine Woche vorher nach dem 4:1 bei Preußen Münster festgestanden. Meister wurde aber nicht der KSC, sondern der VfL Osnabrück. Im letzten Saisonspiel mussten die Karlsruher Kicker auf der mit 15 232 Zuschauern ausverkauften Baustelle des Wildparkstadions nicht alles geben. Für die Hausherren trafen nur Anton Fink zum 1:1 (45.+1), sowie Marvin Wanitzek zum 2:3. (88.). Doch auch für die Gäste war das Ergebnis Nebensache.

Schwartz erwartet seine Spieler nach dem Mallorca-Trip am Donnerstag im Wildpark zurück. Dann steht neben Training auch ein Empfang im Karlsruher Rathaus an. Drei Tage später will der KSC im eigenen Stadion den Finalsieg im badischen Pokal wiederholen. Gegner ist statt des Oberligisten 1. CfR Pforzheim nun Drittliga-Aufsteiger SV Waldhof Mannheim. Die KSC-Verantwortlichen waren daher froh, dass die Anhänger ihrem Aufruf folgten und den Rasen schonten. Der wurde nach dem Abpfiff nur von einer Hundertschaft der Polizei einschließlich Hunde- und Reiterstaffel in Mitleidenschaft gezogen.

Den Spielern war das egal. „Der Wechsel zum KSC war die beste Entscheidung meines Lebens“, erklärte Verteidiger Damian Rossbach auf der Feierbühne neben dem Stadion. Defensiv-Kollegen Marco Thiede hatte den 26-Jährigen, der wegen eines früheren Schädelbruchs stets mit Helm spielt, am vergangenen Wochenende seiner Haarpracht beraubt.

Thiede hat noch eine Torwette mit Drittliga-Torschützenkönig Marvin Pourié laufen. „Es geht darum, dass ich, wenn ich verliere, bei einem Punktspiel mit einem Zopf auflaufen muss“, so Thiede. Pourié hat gewettet, dass er in dieser Saison 25 Pflichtspieltore erzielt. Dazu muss er gegen den SV Waldhof noch einmal treffen.

Derweil plant KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Punktuelle Verstärkungen seien erforderlich. Doch unverkäuflich sei kein Spieler, auch wenn fast alle gültige Verträge hätten, meinte Kreuzer.