nach oben
27.03.2010

KSC trotzt Düsseldorf ein 1:1 ab - Konkurrenz holt Dreier

KARLSRUHE. Bloß nicht verlieren – mit dieser Devise musste der Karlsruher SC in das Fußball-Zweitligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf gehen. Und der KSC hat sich daran gehalten. Mit dem 1:1-Unentschieden konnten die Badener die Talfahrt in den Tabellenkeller etwas abbremsen. Pech ist nur: Auch Tabellennachbarn im Abstiegskampf konnten punkten, und das im Falle von Rot-Weiß Oberhausen, FSV Frankfurt und Energie Cottbus sogar dreifach.

Bildergalerie: KSC spielt 1:1 gegen Düsseldorf

Dabei sah es während des Spielverlaufs ein paar Minuten so aus, als könnten die Badener einen Sieg landen und drei ganz wichtige Punkte holen. Nach einem starken Beginn der Düsseldorfer kamen die Karlsruher in der ersten Hälfte langsam und spät ins Spiel, aber gleich nach dem Wiederanpfiff – es ging mit 0:0 in die Pause – präsentierte sich der KSC hellwach. Alexander Iashvili bediente Gaetan Krebs, und der wollte eigentlich vom linken Strafraumeck in die Mitte flanken. Dort aber kam die Kugel nicht an, weil sie der Düsseldorfer Christian Weber in die eigenen Maschen lenkte. 1:0 hieß es also in der 46. Minute für die Gastgeber.

Und die präsentierten sich so, wie man es von guten Gastgebern gewohnt ist: mit einem Gegengeschenk. In der 68. Minute löst sich der zuvor eingewechselte Marcel Gaus von Sebastian Langkamp und schießt mit links das Leder ins Netz hinter KSC-Torwart Miller. In den Schlussminuten versuchte der KSC noch einmal alles nach vorne zu werfen, um doch noch den Siegtreffer zu landen, doch es blieb beim 1:1. Das lag auch am Düsseldorfer Torwart Michael Ratajczak, der mehrere gute KSC-Chancen vereitelte - und so der Mehrzahl der 16473 Zuschauer im Wildparkstadion den Spaß verdorben hatte.

Von den vier gelben Karten gab es drei für Fortuna-Spieler. Aber die eine gelbe Karte für den KSC schmerzt besonders. In der 24. Minute wurde sie Lars Stindl gezeigt, und der hatte vorher schon vier angesammelt. Das nächste KSC-Spiel kann sich der zu Hannover 96 wechselnde Star im badischen Zweitliga-Ensemble von der Tribüne ansehen.

„Ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Vor allem dafür, wie sie in der zweiten Halbzeit gearbeitet hat“, sagte Mittelfeldspieler Stindl nach dem Spiel. „Wir müssen aber vor dem Tor noch kaltschnäuziger werden. Wir wissen, dass wir noch nicht genügend Punkte für den Nichtabstieg haben.“

Das 1:1 des KSC gegen die Fortuna ist angesichts des Tabellenstands ein respektables Ergebnis, schließlich spielen die Düsseldorfer die ganze Saison lang schon ganz vorne mit. Mit einem Sieg im Wildparkstadion hätte die Fortuna sich sogar noch Chancen auf einen Aufstiegsplatz machen können. Aber in diesem Jahr hatten die Karlsruher zuletzt mehrfach bewiesen, dass sie das Zeug zum Favoritenschreck haben.

Das Remis dürfte den Düsseldorfern auf Platz 4 also nicht sonderlich schmecken. Für den KSC ist es ein Ergebnis, das angesichts der anderen Spielausgänge und der Tabellensituation weder Fisch noch Fleisch ist. Sollte Rostock – wie wohl von vielen erwartet – am Sonntag beim Tabellendritten FC St. Pauli verlieren, liegt der KSC fünf Punkte vor den Rängen 15 und 16. Um ganz beruhigt die letzten sechs noch ausstehenden Spiele anzugehen, ist das allerdings zu wenig. Der Abstiegskampf geht also weiter. Das 1:1 gegen Düsseldorf zeigte aber, dass der Karlsruher SC es schaffen kann.