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2. Bundesliga 8. Spieltag: Karlsruher SC - VfL Bochum am Samstag (16.10.2010) im Karlsruher Wildparkstadion. Die Karlsruher Matthias Zimmermann (l) und Stefan Müller verweilen nach der 0:2 Niederlage auf dem Platz.
KSC unterliegt Bochum 2:0 © dpa
16.10.2010

KSC unterliegt Bochum 2:0

KARLSRUHE. Der VfL Bochum setzt seinen Aufwärtstrend in der Zweiten Fußball-Bundesliga fort. Der Erstliga-Absteiger feierte mit dem 2:0 (2:0) beim Karlsruher SC den zweiten Auswärtssieg nacheinander und schaffte damit den Anschluss an das obere Tabellendrittel. Die Nordbadener verpassten es dagegen am Samstag durch ihre zweite Heimpleite in Serie, den Abstand auf die Abstiegszone zu vergrößern. Chong Tese (24. Minute) und Anthar Yahia (26.) erzielten innerhalb von 120 Sekunden die beiden VfL-Treffer.

«Wir wollten offensiver spielen, weil wir wussten, dass der KSC etwas angeschlagen ist», sagte Bochums Trainer Friedhelm Funkel. «Mit der Chancenverwertung bin ich nicht zufrieden. Da hätten wir unsere Nerven schonen können.» Bei den Karlsruhern herrschte nach dem erneuten Rückschlag Ernüchterung. «Es ist ein bisschen früh, um vom Abstiegskampf zu sprechen, aber die Tabelle zeigt ja, dass wir unten drin stehen», sagte Mittelfeldmann Timo Staffeldt. «Was wir in der ersten Halbzeit an Laufbereitschaft gesehen haben, war nicht viel», kritisierte Sportdirektor Arnold Trentl den teilweise pomadigen Auftritt.

Die beiden Tabellennachbarn gingen vor 12177 Zuschauern im Wildpark offensiv zu Werk. Chong Tese, bei der Weltmeisterschaft in Südafrika einer der auffälligsten und besten Spieler Nordkoreas, vergab schon nach vier Minuten eine gute Chance. Der VfL-Neuzugang unterstrich dann aber seine Torjägerqualitäten mit seinem fünften Saisontreffer zum 1:0. Im Gegenzug nutzte KSC-Kapitän Alexander Iaschwili eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich nicht.

Nach dem direkt darauffolgenden 0:2 durch Bochums Abwehrchef Yahia nach einem Freistoß von Faton Toski war der Widerstand der Platzherren gebrochen. Bochum konnte sich darauf beschränken, das Geschehen zu kontrollieren. KSC-Schlussmann Luis Robles verhinderte nach dem Seitenwechsel dreimal eine höhere Niederlage: Erst klärte er gegen den allein auf ihn zustürmenden Mahir Saglik (66.), dann wehrte er einen gefährlich geschossenen Freistoß von Toski zur Ecke ab (73.) und schließlich parierte er gegen Giovanni Federico (88.).