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Die Karlsruher Stefan Müller (links) und Matthias Zimmermann wirken nach der 4:2 Niederlage ihrer Mannschaft auf dem Spielfeld wenig glücklich. Bald könnte auch Trainer Markus Schupp den Kopf hängen lassen, denn seine Zukunft beim KSC scheint ungewiss.
Die Karlsruher Stefan Müller (links) und Matthias Zimmermann wirken nach der 4:2 Niederlage ihrer Mannschaft auf dem Spielfeld wenig glücklich. Bald könnte auch Trainer Markus Schupp den Kopf hängen lassen, denn seine Zukunft beim KSC scheint ungewiss. © dpa
30.10.2010

KSC verliert 2:4 gegen 1860 und vielleicht auch den Trainer

KARLSRUHE. Der Karlsruher SC hat seine Talfahrt fortgesetzt und den Stuhl von Trainer Markus Schupp endgültig ins Wanken gebracht. Nach dem 2:4 (0:1) des abstiegsbedrohten Fußball- Zweitligisten gegen den TSV 1860 München am Samstag und nun sechs Spielen in Serie ohne Sieg droht dem 44-Jährigen das Aus. «Das ist eine ernste Situation, wir werden uns morgen zusammensetzen müssen und die Situation analysieren. Da gehört alles dazu», kündigte KSC- Not-Präsident Ingo Wellenreuther direkt nach dem Abpfiff eine Krisensitzung für Sonntag an.

«Man hat zwar gesehen, dass sich die Mannschaft bemüht hat, aber insgesamt war das zu wenig», sagte Wellenreuther. Auch die Tore von Kapitän Alexander Iaschwili per Nachschuss nach einem Foulelfmeter (58.) und Stefan Müller (63.) konnten die dritte KSC-Heimniederlage nacheinander vor 14 870 Zuschauern nicht verhindern.

Die seit sieben Spielen ungeschlagenen «Löwen» können sich nach dem Doppelpack von Benjamin Lauth (40./60.) sowie den Treffern von Kai Bülow (55.) und Dominik Stahl (80.) trotz des Zweipunkte-Abzugs wieder nach oben orientieren.

Zwar beherzigten die Karlsruher Schupps Forderung nach Kampf und Einsatz, enttäuschten jedoch spielerisch und würden bei einem Sieg von Fortuna Düsseldorf im Montagsspiel gegen den MSV Duisburg auf den Relegationsplatz abrutschen.

1860 wurde in der häufig zerfahrenen Partie immer dann gefährlich, wenn es das Spiel schnell machte. Nach Lauths verdientem 1:0-Führungstreffer für die Gäste entwickelte sich nach der Pause zunächst ein turbulenter Schlagabtausch mit vier Toren innerhalb von acht Minuten, bei dem Iaschwili den Elfmeter zum 1:2 erst im Nachschuss des zweiten Versuchs verwandelte. Doch die Münchner schlugen eiskalt zurück und ließen sich auch von Müllers erneutem zwischenzeitlichen Anschlusstor zum 2:3 nicht nervös machen.