nach oben
Obacht! KSC-Trainer Marc-Patrick Meister hat klare Vorstellungen, wie sein Team in der 3. Liga auftreten muss. Foto: dpa
Obacht! KSC-Trainer Marc-Patrick Meister hat klare Vorstellungen, wie sein Team in der 3. Liga auftreten muss. Foto: dpa
28.07.2017

KSC verliert gegen Unterhaching in letzter Minute

Karlsruher Elf muss bei Aufsteiger Unterhaching ein 2:3 einstecken. Bei den engagierten Badenern hapert es in der Defensive.

Nein, das erhoffte Heimspiel war es nicht im Hachinger Stadion – auch wenn die 1000 KSC-Fans trotz 4000 Anhängern der Unterhachinger nur selten zu überhören waren. Nach dem Schlusspfiff hörte man allerdings nur noch die Fans der Spielvereinigung, denn in der 90. Minute traf Stefan Schimmer für den Drittliga-Aufsteiger zum 3:2. Der letztlich unterlegene Zweitliga-Absteiger aus Karlsruhe begann mit der gleichen Startaufstellung, wie vergangene Woche beim 2:2 gegen den VfL Osnabrück. Und wie es Trainer Marc-Patrick Meister gefordert hatte, erinnerte das Karlsruher Spiel in Unterhaching von Beginn an eher an den starken Auftritt im zweiten Durchgang gegen die Niedersachsen als an den blamablen Vortrag im ersten.

Schon in der 13. Minute ging der KSC gestern mit 1:0 in Führung: Hachings Max Dombrowka erwischte Angreifer Anton Fink am Fuß, und der verwandelte den fälligen Elfmeter selbst. Der Drittliga-Torschützenkönig war es auch, der nach einer schönen Kombination über Kapitän Kai Bülow und Dominik Stroh-Engel die nächste große Karlsruher Chance hatte. Doch seinen Schuss parierte Korbinian Müller (19.).

Just in einer Phase, in der der KSC das Spiel endgültig unter Kontrolle zu haben schien, pfiff Schiedsrichter Robert Schröder dann Elfmeter für die Platzherren. David Pisot hatte Stephan Hain nicht von hinten heranrauschen sehen, traf ihn so am Körper.

Hain verwandelte genau so sicher wie zuvor Fink (24.). Kurz vor der Halbzeit fielen dann noch zwei Treffer. Nach einem Eckball von Marc Lorenz war Pisot zur Stelle und schloss aus sechs Metern ab (38.). Doch wenige Sekunden später entwischte Kai Bigalke der Karlsruher Hintermannschaft und erzielte den erneuten Ausgleich (39.).

Sowohl vor dem Elfmeter als auch beim erneuten Hachinger Ausgleich wirkte die Karlsruher Defensive nicht gut sortiert. Beide Male konnten Hachinger ungestört bis in den Karlsruher Strafraum durchlaufen, ehe sie – zu spät – attackiert wurden.

Der KSC kam erneut hellwach aus der Kabine und hätte nach einer Ecke von Marc Lorenz fast das 3:2 erzielt, doch Pisots Kopfball strich knapp über die Latte. Kurz darauf vergaben Hachings Jim-Patrick Müller (58.) und Karlsruhes Burak Camoglu (59.) gute Chancen. In der Schlussviertelstunde drängte der KSC, doch Fabian Schleusener brachte den Ball nach einer Flanke von Lorenz ebenso wenig über die Linie (82.) wie auf der anderen Seite Hain (88.). Bei Schimmers Gewaltschuss in der Schlussminute war KSC-Keeper Benjamin Uphoff dann machtlos.