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Hier bejubelt Ilian Micanski seinen Treffer im Spiel gegen Ingolstadt. In der Partie gegen den FSV Frankfurt konnten ihm seine Mitspieler Alibaz, Vitzthum und Gordon gleich zweimal zu einem Tor gratulieren - am Ende reichte es für die Badener dennoch nicht zum Sieg. 

KSC verspielt in letzten 25 Minuten 3:0-Führung

Es war wieder einmal "typisch KSC": Eine ungefährdete 3:0-Führung und deutliche Überlegenheit über weite Strecken des Spiels reichten dem Karlsruher SC in der Zweiten Bundesliga nicht zum Sieg gegen den FSV Frankfurt. Gegen einen teilweise nicht zweitligareifen Gegner verschenkten die Badener den Vorsprung in den letzten 25 Minuten fast ohne Gegenwehr.

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KSC verspielt Sieg gegen Frankfurt leichtfertig

Zwei notgedrungene Änderungen gab es in der Karlsruher Startelf. Michael Vitzthum ersetzte den gelbgesperrten Dennis Kempe, Ilian Micanski spielte für Koen van der Biezen. Nach einer Erkältung reichte die Kraft bei dem niederländischen Torjäger nur für die Bank. Auf der Gegenseite stand der Ex-Karlsruher Edmond Kapllani nach aufgehobener Suspendierung erstmals seit drei Wochen wieder in der Startelf des FSV,.

Mit einer Riesenchance legte der KSC los. Torres ersprintete sich nach zwei Minuten einen zu kurzen Pass des FSV, legte den Turbo ein und passte am Strafraum zu Micanski. Dieser legte sich den Ball zwar rechts an Klandt vorbei, brachte den Ball aus spitzem Winkel aber nur noch ans Außennetz. Kurz darauf setzte Karlsruhes Kopfballungeheuer Dominic Peitz seine Abnahme nach Alibaz-Freistoß knapp über die Latte.

Seine dritte Chance nutzte der drückend überlegene KSC in Minute 8 zur Führung. Nach traumhaftem Heberpass von Reinhold Yabo auf den agilen Torres legte dieser auf Micanski quer. Aus kürzester Distanz wurstelte dieser den Ball etwas unbeholfen ins Tor. Ein regelwidriges Handspiel, das die FSV-Spieler vehement reklamierten, lag aber nicht vor, viel mehr prallte das Spielgerät über Bein, Brust und Nase des Bulgaren in die Maschen.

Die Karlsruher Elf präsentierte sich in diesem Abschnitt mit teilweise überragenden Kombinationen eines Tabellendritten würdig. Einen Pass in die Gasse von Micanski nahm Torres auf, raste seinem Bewacher davon und lupfte den Ball in die Mitte zu Rouwen Hennings. Der nahm an und vollendete nach 28 Minuten sicher zum 2:0. Keine drei Minuten später: Micanski im Strafraum auf Torres, der lupfte erneut in die Mitte, dieses Mal nickte der Bulgare selbst ein – zweites Tor Micanski, dritte Vorlage des Tages für Torres. Bei aller Stärke der Karlsruher Aktionen wurde die Vorstellung durch eine anfällige Defensive der Gäste deutlich begünstigt.

Danach verflachte die scheinbar entschiedene Partie. In der 65. Minute sorgte der eingewechselte FSV-Regisseur Zafer Yelen durch einen direkt verwandelten Freistoß zum 3:1 jedoch wieder für etwas Spannung. Es war gleichzeitig das erste KSC-Gegentor seit Anfang November. Die Karlsruher ließen nun viel am Offensivesprit vermissen, der sie in Hälfte eins so ausgezeichnet hatte. Torres vergab die einzigen zwei Chancen zum vierten Treffer der Heimelf.

Ein unberechtigter Handelfmeter brachte den FSV zurück ins Spiel. Zwar wehrte Koen van der Biezen einen Schuss ganz klar, absichtlich und ohne jede Not mit der Hand ab – allerdings vor dem Strafraum. Kapllani verwandelte nach 83 Minuten zum 3:2. Der indisponierte KSC bettelte danach um den Ausgleich, der trotz Karlsruher Überzahl im Strafraum völlig unbedrängte Zafer Yelen verwandelte nach 87. Minute zum Remis.

Der KSC bringt sich gegen weiterhin wenig überzeugende Gäste durch eine schwache zweite Hälfte, eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Michael Weiner und individuelle Fehler um einen verdienten Sieg.