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Die Fans des Karlsruher SC hoffen auf weitere Siege und den Aufstieg in die 2. Liga.
Die Fans des Karlsruher SC hoffen auf weitere Siege und den Aufstieg in die 2. Liga. © Ripberger
09.03.2018

KSC vertraut auf Qualität, nicht aufs Glück - Sonntag gegen Tabellenschlusslicht Erfurt

Irgendwie hatte Alois Schwartz wohl trotz des 3:1-Sieges gegen Großaspach das Gefühl, lange gehe das mit der Erfolgsserie seiner Mannschaft nicht mehr gut. „Mehr Leichtsinn dürfen wir uns nicht erlauben. Sonst wird das irgendwann bestraft. Die SG hatte zu viele Abschlüsse“, sagte der KSC-Trainer nach dem 17. Spiel ohne Niederlage. Innenverteidiger Daniel Gordon hatte schon zweieinhalb Wochen vorher verbal den Finger erhoben. „Wir dürfen unser Glück nicht überstrapazieren“, hatte Gordon nach dem 1:0 gegen den Halleschen FC gesagt.

Nun treten die Karlsruher beim Schlusslicht der 3. Liga an und wollen Rot-Weiß Erfurt nicht viele Chancen geben. „Da darf uns das nicht passieren“, sagte Schwartz: „Sonst sind wir mal dran. Wir müssen aufpassen.“ Der Gegner habe nun wohl die letzte Chance, eine Aufholjagd zu starten.

Wie zuvor bei den Sportfreunden Lotte, als Fabian Schleusener erst in der 80. Minute für das 1:1 sorgte, hatten die KSC-Kicker gegen Großaspach über weite Strecken der Partie keinen Zugriff auf den Gegner. Das Zweikampfverhalten der Hausherren war mangelhaft, die Passgenauigkeit schlecht, unnötigen Ballverluste gab es viele. „Darüber haben wir geredet“, sagte Schwartz am Freitag und fordert von seinen Spielern, besser zu arbeiten und konzentrierter zu Werke gehen.

Erfurt stellt die schlechteste Heimelf der Liga (zwei Siege, drei Unentschieden, sieben Niederlagen/9:17 Tore), doch wozu Rot-Weiß fähig ist, bekam gleich nach der Winterpause der Tabellenzweite 1. FC Magdeburg zu spüren, der im Steigerwaldstadion mit 1:3- verlor, zu spüren. Das Stadion in Erfurts Süden wurde zwischen 2015 und 2017 zu einer multifunktionalen Veranstaltungsstätte für etwa 18 500 Zuschauer umgebaut. Gegen den KSC werden allerdings nur etwa 5 000 erwartet – darunter 700 aus Karlsruhe. „Das ist unglaublich“, sagt Dirk Orlishausen über die Unterstützung der KSC-Fans auch und gerade bei Auswärtsspielen. „Davor ziehe ich den Hut.“ Der Karlsruher Ersatztorhüter startete seine Profikarriere vor zwölf Jahren in Erfurt. Noch zuvor – bis Ende der Saison 2004/2005 – war Alois Schwartz Co- und Interimstrainer der Thüringer.

Bei seiner Rückkehr fordert Schwartz von seinen Jungs Aggressivität, Laufstärke, Mut und Konzentration. „Da fehlen ab und zu noch ein paar Prozent.“