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Der KSC ist weiter auf dem Vormarsch. Die Mannschaft von Markus Kauczinski
17.12.2012

KSC vor Pokal-Spiel gegen Freiburg selbstbewusst aber realistisch

Karlsruhe. Auf Markus Kauczinskis Wunschliste war der SC Freiburg nur die Nummer drei. Der FC Schalke 04 und der VfB Stuttgart wären dem Trainer des Karlsruher SC als Pokalgegner noch lieber gewesen. An der Vorfreude auf eine Bescherung kurz vor Weihnachten ändert das aber nichts. «Das wird ein besonderes Spiel. Ich freue mich vor allem für die Fans. Es gibt viel zu gewinnen, es gibt viel zu holen. Freiburg ist für uns eine schöne Zugabe», sagte Kauczinksi, der selbst dann «entspannt in die Partie gegangen wäre, wenn wir gegen Stuttgart nicht gewonnen hätten».

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Auch seine Mannschaft strotzt vor dem Pokal-Achtelfinale am Dienstag (19.00 Uhr) nach zehn Pflichtspielsiegen in Folge vor Selbstvertrauen. Nach dem 3:1-Erfolg am Wochenende gegen die U23 des VfB Stuttgart überwintert der KSC auf Tabellenplatz zwei in der 3. Liga.

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Allerdings: Ein wenig Kritik - wenn auch nicht ernst gemeint - gibt es vor dem letzten KSC-Pflichtspiel des Jahres auch. «Ich persönlich bin darüber stinksauer, das sind drei Urlaubstage weniger im Winter», flachste Mittelfeldspieler Dominic Peitz. Mit der U23 von Werder Bremen stand bereits im Achtelfinale. «Ich hoffe, dass ich dieses mal einen Runde weiterkomme. Ich glaube, das ist ein nettes Zubrot, auf das wir uns alle freuen können. Wir haben jedenfalls am Dienstag überhaupt nichts zu verlieren.»

Stürmer Koen van der Biezen, mit 10 Treffern bester Torschütze der Mannschaft, hat ebenfalls seinen persönlichen Pokal-Plan: «Alle sollen denken, Freiburg wird gewinnen. Wir aber werden versuchen, eine Pokalsensation zu machen», kündigte er an. Zumindest werde man vor der Winterpause noch einmal alles geben, selbst wenn es schwer werde: «Aber in den letzten beiden Pokalspielen waren wir auch nicht der Favorit und haben trotzdem gewonnen.»

Ungeachtet des derzeitigen Freiburger Höhenflugs sieht selbst KSC-Trainer Kauczinski seine Mannschaft vor ausverkauftem Haus im Wildpark gegen den Bundesligisten nicht chancenlos. «Wir werden uns perfekt vorbereiten. Dann ist alles möglich. Aber wir werden uns steigern müssen. Phasen wo nichts läuft und Leerlauf ist dürfen wir uns nicht leisten», sagte er. «Ich denke, dass wir von der Konzentration her immer noch zulegen können.»

Die besondere Atmosphäre von Pokalspielen will er wieder für sich und sein Team nutzen. «Pokal bedeutet, dass ganz Deutschland zuschaut. Das wird uns beflügeln. Ich denke, dass es das ein oder andere bei uns noch einmal anschiebt.»

Am Dienstagabend ab 19 Uhr wird sich zeigen, ob sich der KSC im badischen Derby gegen den SC Freiburg durchsetzen kann. Die weiteren Begegnungen am Dienstag sind: Schalke 04 - Mainz 05; Offenbacher Kickers - Fortuna Düsseldorf; FC Augsburg - FC Bayern München. Am Mittwochabend stehen sich Vfl Wolfsburg  -Bayer 04 Leverkusen; Vfl Bochum - 1860 München; Borussia Dortmund - Hannover 96; VfB Stuttgart - 1- FC Kölnm gegenüber. dpa