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01.05.2016

KSC will zu ungewohnter Zeit Revanche

Den Eindruck aus dem Hinspiel ausbügeln möchte KSC-Trainer Markus Kauczinski und seine Mannschaft im Heimspiel gegen den SV Sandhausen am Montag (18.30 Uhr/Sky). Beim badischen Konkurrenten hatten die Wildparkprofis mit 1:3 verloren.

Der Karlsruher Sportdirektor Jens Todt meint: „Wir haben mit dem SVS noch eine Rechnung offen.“

Abgesehen von den Revanchegelüsten geht es für den KSC auch darum, mit einem Sieg in der Tabelle „noch einen kleinen Schritt nach vorne zu machen“, wie es Kauczinski ausdrückt. Platz sechs ist jedenfalls immer noch möglich – und auch aus finanziellen Gründen erstrebenswert. „Über eine Million Euro“, erklärt Todt, betrage die Differenz bei den TV-Geldern „zwischen Platz elf und Rang sechs.“ Bis auf den Gelb-gesperrten Dominic Peitz sowie Dennis Kempe und Vadim Manzon, die sich beide im Aufbautraining befinden, stehen beim KSC voraussichtlich alle Mann bereit.

Kauczinski widersprach Vermutungen, wonach er beim 1:1 in Bochum nicht seine beste Mannschaft auflaufen ließ. „Ich verteile ja nicht nur Geschenke.“ Die Jungs, die beim VfL überraschenderweise in der Startelf standen, etwa Sascha Traut und Daniel Gordon seien keine B-Jugendspieler, sondern erfahrene Profis. „Wäre ich der Meinung gewesen, wir können mit ihnen kein gutes Spiel machen und gewinnen, hätte sich sie nicht aufgestellt.“

Auch für das Derby gegen Sandhausen schloss der KSC-Coach personelle Überraschungen nicht aus. „Bei uns im Kader ist jeder stark genug, zu spielen.“ Trotzdem ist mit der Mannschaft zu rechnen, die vor zwei Wochen den 1. FC Nürnberg 2:1 in die Knie zwang. Nur Peitz wird eben fehlen. Den gesperrten Spieler dürfte Gaetan Krebs ersetzen. Für Sandhausen geht es nicht mehr um den Klassenverbleib, denn den hat das Team vor einer Woche mit dem 1:0 gegen den FSV Frankfurt den perfekt gemacht.

Der KSC muss für die nächste Saison muss der KSC mindestens einen neuen Innenverteidiger suchen. „Daniel Gordon hat unser Angebot abgelehnt“, berichtete Sportdirektor Todt. Die Tür für eine Vertragsverlängerung sei zwar noch nicht zu, diesbezügliche Gespräche aber gebe es zumindest vorerst nicht. Und Manuel Gulde muss dem KSC erst am 15. Juni Bescheid geben, ob er von seiner Ausstiegsklausel mit festgeschriebener Ablösesumme – dem Vernehmen liegt die nach zwischen einer und zwei Millionen Euro – Gebrauch macht.

Vertragsspielerverträge – „keine Lizenzspielerverträge“, erklärt Todt - hat der KSC inzwischen auch Marcel Mehlem (21/Mittelfeld) und Sebastian Gessl (19/Tor) aus seiner zweiten Mannschaft, sowie Innenverteidiger Niklas Hoffmann (19/U19) angeboten.

Mögliche KSC-Aufstellung: Vollath – Valentini, Thoelke, Gulde, Sallahi – Krebs, Meffert – Torres, Prömel, Yamada – Diamantakos.