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16.07.2017

KSC zeigt beim 2:1 gegen Braunschweig ansprechende Leistung

Karlsruhe. Der Karlsruher SC macht seine Anhänger – endlich – mal wieder froh: Am Sonntag stand der traditionelle Familientag des Fußball-Drittligisten auf dem Programm. 20 000 Fans kamen in den Wildpark, wo schon tags zuvor Stände, Zelte und eine Hüpfburg aufgebaut worden waren. Auch die druckfrischen Autogrammkarten waren rechtzeitig angeliefert worden und fanden bei jüngeren Fans großen Anklang.

Deren Eltern unterhielten sich derweil angeregt über das Testspiel gegen Eintracht Braunschweig vom Vortag, das der Drittligist vor 1147 Zuschauern 2:1 gewonnen hatte. Dominik Stroh-Engel (47.) egalisierte die frühe Führung der Gäste (4.), das 2:1 fiel durch ein Eigentor von Braunschweigs Joseph Baffo.

Nicht nur das Ergebnis sorgte dabei für Zufriedenheit bei den nur 1147 Zuschauern, auch die Leistung des KSC war über 90 Minuten ansprechend. Defensiv standen die Badener gut, um bei eigenem Ballbesitz konsequent umzuschalten und immer wieder gefährliche Angriffe aufzuziehen. „Einen guten Auftritt“, hatte auch Trainer Marc-Patrick Meister gesehen, der allerdings einschränkte, dass man dem Gegner auch angemerkt habe, dass er noch in einer frühen Phase der Vorbereitung stecke.

„Fantastische Reaktion“

Dennoch war die unterhaltsame Partie aus Karlsruher Sicht aufschlussreich. Zum einen in Sachen Personal. Die Wahl des zweiten Innenverteidigers neben David Pisot war auf Martin Stoll gefallen. Daniel Gordon, der im Sommer aus Sandhausen zurückgeholt worden war, saß auf der Bank. Meister hatte zudem den beiden Keepern am Freitag unter sechs Augen eröffnet, dass seine Wahl auf Benjamin Uphoff als neue Nummer eins gefallen war. Der hatte sich bis dato ein Duell mit Dirk Orlishausen geliefert, der die Entscheidung offenbar professionell aufgenommen hat. „Seine Reaktion war fantastisch“, berichtete Meister. Was auch der neue Mann im Tor bestätigte: „Er hat mir seine Unterstützung zugesagt und angekündigt, dass er von hinten Druck machen wird, um mich weiterzubringen“, sagte Uphoff.

Einen unglücklicheren Einstieg als am Samstag hätte der allerdings nicht haben können. Kurz nach Anpfiff ließ er einen Freistoß von Hendrick Zuck ins Tor, den er eigentlich schon sicher gefangen zu haben schien. „Das darf mir nicht passieren“, gab sich der 24-Jährige zerknirscht, „da war ich gedanklich schon beim Abwurf.“ Im Laufe der Partie fing sich Uphoff allerdings, war bei einem Distanzschuss von Suleiman Abdullahi zur Stelle (88.) und zeigte eine gute Strafraumbeherrschung.

Auf die Frage, ob die Startformation vom Braunschweig-Spiel der ersten Elf beim Ligastart entsprechen wird, blieb Meister vage. „Könnte sein“, sagte er, ließ aber offen, ob er im Sturm vielleicht noch einen Wechsel vornehmen wird. Stroh-Engel erzielte zwar den ersten Karlsruher Treffer, ließ aber ansonsten Spritzigkeit und Bindung zu den Kollegen vermissen. Oskar Zawada könnte eine Alternative sein, doch der Pole fiel am Wochenende erneut aus – Nachwirkungen der Sommergrippe, die ihn bereits im Trainingslager lahmgelegt hatte. Es war der einzige Wermutstropfen bei einer Partie, die für die meisten Akteure das erste Match überhaupt gewesen war, das sie als KSC-Spieler im Wildpark bestritten haben. Schon am Freitag folgt das zweite. Dann kommt der VfL Osnabrück zum Eröffnungsspiel nach Karlsruhe.

KSC: Uphoff – Bader (84. Buchta), Pisot (87. Gordon), Stoll, Föhrenbach – Hofmann (72. Siebeck), Bülow (72. Mehlem) – Camoglu (84. Schleusener), Lorenz (72. Muslija) – Fink (72. Wanitzek), Stroh-Engel (61. Karaahmet)