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Läuft es weiter gut, sieht Daniel Gordon mit dem KSC der Rückkehr in die 2. Liga entgegen. Foto: Ripberger
Läuft es weiter gut, sieht Daniel Gordon mit dem KSC der Rückkehr in die 2. Liga entgegen. Foto: Ripberger
01.03.2018

KSC-Abwehrchef Daniel Gordon: „Wir sind gefestigt“

Daniel Gordon wird immer wichtiger für den KSC. Der 33-Jährige ist der absolute Abwehrchef der Karlsruher Drittliga-Fußballer und traf beim 2:0 gegen den Chemnitzer FC sogar. Angesichts einer Serie von 15 Spielen ohne Niederlage fährt Innenverteidiger Gordon nun zuversichtlich zu den Sportfreunden Lotte. Bei denen kämpft der KSC am morgigen Freitag um Punkte (19 Uhr/telekomsport).

PZ: Herr Gordon, Sie werden 34. Wäre es für Sie problematisch, im Aufstiegsfall in Liga zwei zu bestehen?

Daniel Gordon: Ich würde das nicht als Problem sehen. Aber auch hier gilt: Nicht den zweiten vor dem ersten Schritt tun. Darüber kann ich mir Gedanken machen, wenn es so kommen sollte.

PZ: Der KSC liegt nur noch fünf beziehungsweise sechs Punkte hinter den Clubs auf den Aufstiegsrängen. Mit dem SV Wehen Wiesbaden auf Relegationsrang drei ist Ihr Team schon punktgleich. Schaut man beim KSC jetzt auf die Tabelle?

Daniel Gordon: Vielleicht ganz am Rande. Aber es gilt nach wie vor: Auf das nächste Spiel konzentrieren, nicht auf etwas anderes schauen – damit sind wir gut gefahren.

PZ: Beim verdienten 2:0 gegen Chemnitz hatte der KSC in Halbzeit zwei anfangs Probleme, der Gegner kam zu zwei Torgelegenheiten ...

Daniel Gordon: Stimmt, wir sind da nicht warm geworden. Es fehlte zudem nach vorne der letzte Pass, die letzte Konzentration. Wir wissen, dass wir in einer Entwicklung sind und es immer gilt, Dinge zu verbessern. Was uns auszeichnet, ist unsere Effizienz und Effektivität. Wir gewinnen – das ist wichtig.

PZ: Gegen Chemnitz stand wieder die Null. Das „Badische Bollwerk“ stärkt das Selbstvertrauen. Sorgt es auch dafür, dass die Gegner größeren Respekt haben?

Daniel Gordon: Absolut. Nach 15 Spielen ohne Niederlage macht sich jeder Gegner Gedanken: Wie knacken wir den KSC? Aber natürlich motiviert das auch den Gegner zusätzlich, uns nach so langer Zeit zu schlagen. Wir werden auf alle Fälle alles dafür tun, dass die Serie noch lange anhält.

PZ: Wenn sie reißt, würde das den KSC aus der Bahn werfen?

Daniel Gordon: Das glaube ich nicht. Wir sind gefestigt, wir gehen weiter unseren Weg, erarbeiten uns weiter Respekt beim Gegner.

PZ: Sie ließen sich gegen Chemnitz vorsichtshalber wegen muskulärer Probleme in linken Oberschenkel auswechseln. Ist Ihr Einsatz in Lotte in Gefahr?

Daniel Gordon: Ich gehe davon aus, dass es klappt.

PZ: Das Team und auch Sie hatten keinen guten Start in die Saison. Dann ging es stetig steil bergauf. Warum?

Daniel Gordon: Natürlich hätten wir uns zu Beginn der Saison einen besseren Start gewünscht. Es sind meist einige Faktoren, die da zusammenkommen. Ich selbst war am Anfang sicher auch nicht bei hundert Prozent. Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklung, wissen aber auch alle, dass es noch ein weiter Weg ist.

PZ: Welche Faktoren führen dazu, dass die Abwehr so sicher steht? Zwei Gegentore in den letzten zwölf Spielen…

Daniel Gordon: Man braucht Zeit, sich zu finden, man braucht das Vertrauen des Trainers und: Kontinuität. In den ersten Spielen waren es schon viele personelle Wechsel. Das dauert dann, bis es zusammenwächst.

PZ: Drei Punkte in Lotte sind fast Pflicht …

Daniel Gordon: Pflicht ist der falsche Ausdruck, wollen passt da besser. Wir haben zuletzt auch in der Fremde gezeigt, dass wir dort punkten können, auch dreifach. Und mit diesem Ziel reisen wir auch nach Lotte.