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Neuzugang Erwin Hoffer (links) hat gute Chance auf einen Platz in der Startelf. Trainer Markus Kauczinski (rechts) vertraut ihm. Foto: dpa
Neuzugang Erwin Hoffer (links) hat gute Chance auf einen Platz in der Startelf. Trainer Markus Kauczinski (rechts) vertraut ihm. Foto: dpa
24.07.2015

KSC-Coach Markus Kauczinski sieht sein Team für Saisonstart gerüstet

Wie es das Schicksal will, treffen zum Auftakt der 2. Bundesliga am Samstag (13.00 Uhr/live bei Sky) mit der Spvgg Greuther Fürth und dem Karlsruher SC die beiden Mannschaften aufeinander, die in den beiden vergangenen Spielzeiten in der Relegation knapp am Hamburger SV scheiterten. In Fürth brach nach dem verpassten Aufstieg 2014 die Mannschaft auseinander, im Liga-Alltag folgte der Absturz. Das sollte für die Karlsruher eine Warnung und Mahnung sein. Doch die Voraussetzung für die Badener sind ganz anders.

Die Mannschaft ist – Stand jetzt – fast vollständig zusammengeblieben. „Wir glauben, dass die Entwicklung noch nicht vorbei ist“, sieht Sportdirektor Jens Todt für den Tabellendritten sogar Luft nach oben. Die Relegationsspiele hat die Vorbereitung für die KSC-Profis ungewollt auf vier Wochen verkürzt, doch fürs Jammern hat sich Markus Kauczinski noch nie zuständig gefühlt. „Ich habe das Gefühl, dass wir auf den Punkt da sind“, ist der Trainer positiv gestimmt.

Allzu viele neue Gesichter müssen sich die KSC-Fans zum Saisonauftakt nicht merken. Einziger Neuzugang in der Startelf dürfte heute Jimmy Hoffer sein. Er bildet im 4-4-2-System, das Trainer Markus Kauczinski zuletzt bevorzugte, zusammen mit Zweitliga-Torjäger Rouwen Hennings das Sturm-Tandem. Hennings trainierte nach leichten Problemen zu Wochenbeginn am Mittwoch wieder.

Während der Kader durch die Verpflichtung von drei Angreifern mehr offensive Alternativen bietet, bereitet die Position, die nominell am besten besetzt schien, am meisten Kopfzerbrechen. Weil mit Enrico Valentini, Sascha Traut und dem Mönsheimer Matthias Bader alle drei gelernten Rechtsverteidiger ausfallen, muss in Fürth mit Martin Stoll ein gelernter Innenverteidiger auf der Außenposition ran. Dahinter stehen mit Boubacar Barry (19) und Jannik Dehm (19) nur ganz junge Spieler bereit. Im zentralen Mittelfeld, wo der Abgang von Reinhold Yabo zu kompensieren ist, muss Kauczinski die nächste Entscheidung fällen. Spielt Dominic Peitz oder Jonas Meffert hinter Gaetan Krebs? Auf den Außenbahnen werden wohl Manuel Torres und Dimitrij Nazarov auflaufen. Hiroki Yamada (muskulären Problemen im Oberschenkel) fehlt.

Vergangene Saison hat dem KSC nur ein Punkt zum direkten Aufstieg gefehlt. „Wir müssen der Mannschaft vermitteln, dass die fehlenden Punkte überall liegen können“, sagt Kauczinski. Auswärts war der KSC das beste Team der Liga. Daran wollen die Karlsruher heute anknüpfen. Indes löste der KSC den Vertrag des Bulgaren Ilian Micanski auf. Der 29 Jahre alte Stürmer kann so zu den Suwon Samsung Blue Devils in die koreanische K-League Classic wechseln.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Stoll, Gulde, Gordon, Max – Torres, Meffert (Peitz), Krebs, Nazarov – Hennings, Hoffer