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05.10.2016

KSC-Hoffnung Kamberi: „Ich gebe immer hundert Prozent“

Florian Kamberi, Schweizer U21-Nationalspieler, kann nach seinem zweiten Startelfeinsatz schon ein Tor vorweisen. Über seinen hoffnungsvollen Einstand beim KSC sprach er im PZ-Interview mit Peter Putzing.

PZ: Herr Kamberi, zweiter Startelfeinsatz und gleich das Tor zum 1:1 des Karlsruher SC gegen Fortuna Düsseldorf – das war sicher ein Grund zu feiern ...

Florian Kamberi: Das erste Tor ist immer etwas Besonderes. Gefeiert habe ich weniger, aber gefreut habe ich mich schon richtig. Allerdings wäre die Freude mit einem Sieg, der für uns drin war, noch größer gewesen.

PZ: Gegen Düsseldorf haben Sie beeindruckende Werte abgeliefert: 33 Sprints – die meisten aller eingesetzten Akteure. Und sechs Fouls – auch die meisten aller Akteure. Ist das für Ihr Spiel bezeichnend?

Florian Kamberi: Das mit den Sprints wusste ich, das mit den Fouls ist mir neu. So ist meine Spielweise: Ich gebe immer hundert Prozent, ich laufe viel. Ich weiche keinem Zweikampf aus. Und ich versuche immer, den Gegner früh zu stören. Da bin ich bisweilen zu ungestüm, und da kommt es im Eifer des Gefechts zu Fouls. Die sind aber nie schlimm, eher harmlos.

PZ: Das Tor haben Sie clever erzielt. Vom rechten auf den linken Fuß gelegt – dann reingemacht.

Florian Kamberi: Schön gesagt (lacht) … Eigentlich wollte ich das Tor mit dem rechten Fuß machen. Aber der Ball hat sich im letzten Moment weggedreht. Dann flog er zum Glück an meinen linken Oberschenkel und von dort ins Tor. Aber: Das ist mir total egal. Hauptsache drin!

PZ: Ist es schade, dass in der 2. Fußball-Bundesliga nun erstmal Pause ist?

Florian Kamberi: Was soll’s, das ist für alle gleich. Durch das gute Spiel in Düsseldorf gehen wir entspannter in diese Pause. Natürlich wäre es schön gewesen, gleich wieder versuchen zu dürfen, einen Treffer zu machen. Aber es ist auch schön für mich, mit der Junioren-Nationalelf der Schweiz unterwegs zu sein.

PZ: Sie begannen im Zentrum, rückten im Laufe des Spiels auf die offensive rechte Außenbahn. Egal?

Florian Kamberi: Total egal. Ich bin im offensiven Bereich sehr flexibel. Zentral, außen – auch auf der Zehn wurde ich schon eingesetzt. Bei Grasshoppers und in der U 21 spielte ich oft über rechts.

PZ: Haben Sie beim KSC schon private Kontakte knüpfen können?

Florian Kamberi: Wir gehen fast nach jedem Training gemeinsam zum Essen. Zum Beispiel mit Enrico Valentini, Ylli Sallahi, Moritz Stoppelkamp, Yann Rolim und Dimi Diamantakos. Mit Ylli verstehe ich mich besonders gut. Er hat kosowarische Wurzeln wie ich.

PZ: Was ist für Sie und den KSC in der Saison noch möglich?

Florian Kamberi: Natürlich will ich viele Tore schießen. Wichtiger ist, dass ich meinen Beitrag zum Erfolg leiste. Ich werde alles tun, um viel Spielpraxis zu bekommen. Man sollte nicht zu weit nach vorne denken, sondern die nächste Partie im Fokus haben. Also: Nürnberg zählt.