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Karlsruher SC

Anton Fink tat im entscheidenden Moment genau das Richtige und rettete dem Karlsruher SC mit seinem Tor zum 1:1 gegen den FSV Zwickau ein Remis im ersten Heimspiel des KSC. Foto: Ripberger
Anton Fink tat im entscheidenden Moment genau das Richtige und rettete dem Karlsruher SC mit seinem Tor zum 1:1 gegen den FSV Zwickau ein Remis im ersten Heimspiel des KSC. Foto: Ripberger © Ripberger
05.08.2018

KSC-Joker Fink wendet Heimpleite gegen Zwickau ab

Karlsruhe. Ein Fußballspiel dauert – im Normalfall – schon lange nicht mehr nur 90 Minuten. Auch für das Drittligamatch zwischen dem Karlsruher SC und dem FSV Zwickau wurde eine Nachspielzeit fällig, die, angesichts einer Trinkpause (68.) und etlicher Spielverzögerungen durch die Gäste, mit drei Minuten eher kurz ausfiel. Die Hausherren aber nutzen die „Overtime“ und wendeten im ersten Heimspiel der neuen Saison eine Niederlage gerade noch ab.

Vier Tage nach seinem 31. Geburtstag rettete Anton Fink mit dem 1:1 (90.+1) – einem Kopfball aus elf Metern nach Flanke von Marco Thiede – seiner Mannschaft, die in der 57. Minute durch einen Treffer von Davy Frick in Rückstand geraten war, wenigstens noch einen Punkt. Mit seinem 122. Drittligator in 288 Spielen stellte „Toni“ unter Beweis, „dass er ein wichtiger Baustein für uns ist“, sagte Trainer Alois Schwartz nach dem Spiel, in dem Fink in der 77. Minute eingewechselt worden war. Der bisher beste Torschütze der Dritten Liga aller Zeiten war unter der Regie von Schwartz vergangene Saison, vor allem wegen der Treffsicherheit seines damaligen Kollegen Fabian Schleusener, ins zweite Glied gerutscht. Und 2018/19 genießen bisher Marvin Pourié und Saliou Sané das „Startelfvertrauen“ des Karlsruher Cheftrainers.

Der lobte nach dem zweiten 1:1 im zweiten Punktspiel der noch sehr jungen Saison seine Schützlinge wegen ihrer „Mentalität“, ihres „Charakters“ und ihrer physischen Fitness. Denn bei diesen Temperaturen auf dem Spielfeld (KSC-Präsident Ingo Wellenreuther: „Dort unten hatte es 45 Grad“) war nach dem „Dreckstor“ (Schwartz) der Gäste schon eine außergewöhnliche Energieleistung erforderlich, um die drohende Niederlage abzuwenden. Als „ein bisschen glücklich“, zwar, „aber nicht unverdient“, bezeichnete der KSC-Coach deshalb den späten Ausgleich.

Mit dem fußballerischen Auftritt seiner Schützlinge konnte er, wie schon beim Punktspielauftakt in Braunschweig, nicht zufrieden sein. „Wir haben viele kleine Fehler gemacht und damit den Gegner aufgebaut.“ Außerdem vermisste Schwartz die für einen Sieg nötige „Überzeugung“ bei seiner Mannschaft. „Jetzt müssen wir den Sand aus dem Getriebe entfernen und besser Fußball spielen.“

Enttäuschte Gäste

Gästetrainer Joe Enochs war die Enttäuschung anzusehen, nach dem 2:0 gegen Halle so knapp am zweiten Sieg im zweiten Spiel vorbeigeschrammt zu sein. „Der KSC hatte zwar mehr vom Spiel“, fasste der neue FSV-Coach zusammen, „wir aber die besseren Chancen. Wenn wir das 2:0 machen, und ein, zwei Möglichkeiten dazu waren vorhanden, dann gewinnen wir.“

Zwickau mauerte sich keineswegs hinten ein, sondern griff die Hausherren schon früh an – oftmals noch in deren Hälfte. Beim FSV stimmten die Distanzen zwischen den eigenen Reihen und zum Gegner, weshalb auch viele zweite Bälle in den Besitz der Sachsen gelangten. Außerdem hatten die Gäste in der Spitze mit Tarsis Bonga eine starke Anspielstation. Die Wildparkprofis schafften es hingegen vor dem 1:1 nur einmal, gefährlich in den Strafraum ihrer Gäste zu kommen: In der 50. Minute schoss Pourié knapp vorbei. Da aber hatte Zwickau durch Bonga (11./41.) und Christian Bickel (46.) schon drei Chancen liegengelassen.