nach oben

Karlsruher SC

Im KSC-Sturm steht derzeit der treffsichere Marvin Pourié (vorne) im Blickpunkt. Foto: dpa
Im KSC-Sturm steht derzeit der treffsichere Marvin Pourié (vorne) im Blickpunkt. Foto: dpa
03.12.2018

KSC-Kicker rätseln über ihre Schwächen gegen Ende des jüngsten Spiels

Karlsruhe. Insgesamt verdient, aber keineswegs leichtfüßig hat Fußball-Drittligist Karlsruher SC erstmals in dieser Saison einen direkten Aufstiegsplatz erobert. Das 2:1 (1:0) bei der SG Sonnenhof Großaspach beförderte den KSC am Sonntag auf den zweiten Tabellenrang.

Trainer Alois Schwartz war es wichtig, dass das Team seinen Lauf fortsetzte. Das 2:1 war der vierte KSC-Sieg hintereinander und der fünfte Auswärtserfolg in dieser Saison.

Gegen Großaspach mussten Schwartz und seine Schützlinge aber bis zum Schlusspfiff zittern. „Wir müssen nach dem 2:0 das 3:0 machen“, ärgerte sich Manuel Stiefler, der den KSC in der 34. Minute in Führung geschossen hatte. Den Sack zuzumachen, schaffe man im Moment aber einfach nicht.

Im Gegenteil: Erst scheiterte Anton Fink mit einem Handelfmeter an SG-Keeper Kevin Broll (45.). Nach der Pause war der KSC dann nicht in der Lage, den nach der Gelb-Roten Karte gegen Jonas Meiser (52.) dezimierten Gastgebern den endgültigen K.o. zu versetzen. Zwar gelang Marvin Pourié mit seinem neunten Saisontor das 2:0 (63.), anschließend jedoch, „haben wir’s unnötig nochmal spannend gemacht“, sagte Stiefler. Dem kurz zuvor eingewechselten Shqiprim Binakaj gelang in der 67. Minute der Anschlusstreffer. Danach durfte Großaspach noch an den Ausgleich glauben.

Seine Mannschaft habe dann einfach zu ängstlich gespielt, erklärte KSC-Coach Schwartz. „Wir wollten nicht den Ausgleich kassieren.“ Genau dieses Szenario drohte aber, weil sich Großaspach einige Standardsituationen erarbeitete. Stiefler dazu: „Das darf uns gegen zehn Mann eigentlich nicht passieren.“

In Unterzahl ließen bei den Platzherren allerdings die Kraft und Konzentration nach – und damit auch die Genauigkeit. Daher konnten die Wildparkprofis ihren knappen Vorsprung „über die Ziellinie retten“. So fasste Schwartz die Partie zusammen. Er bezeichnete seine Mannschaft als „verdienten Sieger.“

Am kommenden Samstag um 14 Uhr erwartet der KSC, der nun 32 Punkte hat, den Tabellen-sechsten SC Preußen Münster (29). Die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen hat zuletzt zwar ihr Heimspiel gegen Halle mit 0:2 verloren, ist auswärts aber seit vier Spielen ungeschlagen. Drei Siege und ein Unentschieden stehen da zu Buche. Der KSC steht also vor einer ganz schweren Hausaufgabe.