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Andreas Hofmann (rechts) will in der kommenden Saison möglichst oft für den Karlsruher SC jubeln. Hier sieht man ihn noch im Trikot seines Ex-Vereins: Greuther Fürth.
Andreas Hofmann (rechts) will in der kommenden Saison möglichst oft für den Karlsruher SC jubeln. Hier sieht man ihn noch im Trikot seines Ex-Vereins: Greuther Fürth. © dpa
14.07.2017

KSC-Neuzugang Andreas Hofmann: „Druck ist für mich Herausforderung“

Andreas Hofmann bringt viel Erfahrung mit in den neuen Kader des Karlsruher SC. Der 31 Jahre alte defensive Mittelfeldspieler, der von Greuther Fürth zum KSC kam, absolvierte in der 2. Liga 140 Spiele, erzielte dabei drei Tore und bereitete vier Treffer vor. Hofmann gilt als „aggressives Arbeitstier“, für den kein Weg zu weit, kein Zweikampf zu hart ist.

PZ: Herr Hofmann, haben Sie sich schon etwas in Ihrer neuen Umgebung eingelebt?

Andreas Hofmann: Ich habe mich hier von Anfang an wohlgefühlt. Von der Stadt habe ich noch nicht viel gesehen, ich lebe zudem noch im Hotel. Bisher waren alle Eindrücke sehr positiv.

PZ: Sie waren einer der ersten Neuen beim KSC. Es war mutig zu unterschreiben, denn zu diesem Zeitpunkt hatte der KSC noch keinen drittligatauglichen Kader. Was hat Sie bewogen, da schon zu unterschreiben?

Andreas Hofmann: Ich hatte gute Gespräche. Dann war ich überzeugt, dass die Herausforderung „KSC“ mir gut tun würde. Man hat mir gesagt, dass man direkt wieder in die 2. Liga will – all das waren Gründe.

PZ: Waren Sie informiert darüber, wen die KSC Bosse noch in den Wildpark locken wollen?

Andreas Hofmann: Nicht im Einzelnen, da war auch noch nichts klar mit Spielern. Aber was man mir erzählte, das hat mein Vertrauen, dass wir eine starke Mannschaft haben werden, bestärkt. Der KSC ist ein großer Verein, mit großer Tradition, dem habe ich schon zugetraut, dass eine gute Mannschaft zusammengestellt wird.

PZ: Gibt es auffällige Unterschiede zwischen Greuther Fürth und dem KSC?

Andreas Hofmann: Beide Vereine sind gut aufgestellt, in beiden Clubs wird sehr professionell gearbeitet. Was die Fans angeht – da ist der KSC in einer anderen Liga. So einen Trainingsauftakt wie hier, mit über 2 000 Fans, so etwas habe ich in Greuther Fürth nicht erlebt. Die Begeisterung hier ist schon sensationell. Sonst ist vieles ähnlich.

PZ: Sie haben es erwähnt. Es gibt für den KSC offiziell nur ein Ziel: den sofortigen Wiederaufstieg. Das ist doch viel Druck. Selbst für einen routinierten Profi wie Sie. Oder muss man dieses hohe Ziel so explizit erwähnen?

Andreas Hofmann: Wir brauchen bei diesem Kader nicht anfangen zu sagen: Wir schauen mal wie weit es geht... Oder: Wir wollen uns in der dritten Liga etablieren und in ein paar Jahren wieder hoch. Klar: So ist ein gewisser Druck da, aber das ist für mich mehr Herausforderung als Druck. So eine Situation, so ein klares Ziel „Aufstieg“ habe ich in meiner Karriere noch nicht gehabt. Das ist aber gut und schön so. Das muss man in positive Energie umwandeln, dann ist es eine richtig schöne Aufgabe.

PZ: Sie sind hier hergekommen, um zu spielen. Ein Stammplatz ist das Ziel?

Andreas Hofmann: Logisch.

PZ: Trainer Meister testet noch in Sachen System. Möglich, dass er ein 4:1:4:1 spielen lässt, möglich aber auch, dass er mit einer Doppelsechs agieren lässt. Bevorzugen Sie ein System?

Andreas Hofmann: Wenn ich auf dem Feld stehe, wenn ich in der Startelf stehe, dann ist mir das alles wirklich total egal.

PZ: Könnten Sie es sich vorstellen, mit Kai Bülow das zentrale, defensive Mittelfeld zu besetzen?

Andreas Hofmann: Definitiv. Das könnte auf jeden Fall passen.

PZ: Einige Ihre Kollegen erklärten, die Belastung im Trainingslager sei ziemlich hoch. Wie empfinden Sie das? Sie haben ja schon viele Trainingslager mitgemacht.

Andreas Hofmann: In dieser Zeit wird immer viel trainiert. Dass man da platt ist, das ist ganz normal. Das gehört dazu.

PZ: Haben Sie sich bei ihrem Ex-Kollegen in Fürth, bei Sebastian Freis, der aus der KSC-Jugend stammt, über den KSC erkundigt? Falls ja – was hat er erzählt?

Andreas Hofmann: Sicher, ich hatte und habe zu „Basti“ ein gutes Verhältnis. Ich habe mir ein paar Infos eingeholt. Er hat nur positive Dinge gesagt – er hat den Club gelobt und auch die Stadt.

PZ: Was macht Andreas Hofmann, wenn er nicht Fußball spielt?

Andreas Hofmann: Ich versuche so viel Zeit wie möglich mit unserem Sohn, mit der Familie zu verbringen. Das macht sehr viel Spaß, da kann ich vom Fußball abschalten.