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18.09.2015

KSC-Neuzugang soll frischen Wind bringen

Zum Start in die englische Woche der 2. Fußball-Bundesliga ist der Karlsruher SC am Samstag (13.00 Uhr) in Paderborn zu Gast. Die Auseinandersetzung mit dem Bundesligaabsteiger als „Kellerduell“ zu bezeichnen, klingt übertrieben. Aber: Beide Mannschaften rangieren im unteren Drittel der Tabelle. „Beide Mannschaften haben bisher die Erwartungen nicht erfüllt“, sagt KSC-Trainer Markus Kauczinski. Und ähnlich wie seine Mannschaft seien auch die Ostwestfalen „noch auf der Suche“.

Der auf beiden Teams und ihren Trainer lastende Druck ist bei den Hausherren nach vier Niederlagen hintereinander sicher größer als beim KSC. Paderborns Präsident Wilfried Finke jedenfalls verweigerte eine „Jobgarantie“ für Trainer Markus Gellhaus. Schon ein Unentschieden gegen den KSC könnte zur Entlassung des SCP-Coaches führen.

Auf Seiten der Badener hingegen wäre – nach den deftigen Niederlagen in Braunschweig (0:6) und gegen Union Berlin (0:3) – eine Punkteteilung wohl schon das von Sportdirektor Jens Todt („Uns ist viel Selbstverständliches abhanden gekommen“) erhoffte „Erfolgserlebnis“.

Um nicht ein drittes Mal hintereinander leer auszugehen, hat der KSC-Coach mit seinen Schützlingen an „Struktur, Ordnung und Abläufen“ im Spiel gearbeitet und sich schon auf eine personelle Änderung festgelegt. Der vom HSV ausgeliehene Mohamed Gouaida wird sein Debüt in der Karlsruher Startelf geben. Wer für den in Straßburg geborenen Tunesier seinen Platz räumen muss (Hiroki Yamada?), ließ Markus Kauczinski noch offen. Aber auch Jonas Meffert und/oder Dominic Peitz könnten eventuell erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen müssen. Neben den Langzeitverletzten Matthias Bader und Daniel Gordon fällt Dimitris Diamantakos sicher aus (Oberschenkelzerrung).

Unabhängig davon, wie Kauczinski seine Anfangsformation zusammenstellt: „Man muss auch mal etwas erzwingen“, fordert Jens Todt. Ein „dreckiger Punkt“ in Paderborn würde dem Sportdirektor schon reichen.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Gulde, Mauersberger, Sallahi – Prömel, Peitz (Krebs) – Torres, Yamada, Gouaida – Hoffer.