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Dominic Peitz jubelt in Düsseldorf über den Treffer zum 2:0. Weihrauch
01.12.2013

KSC-Präsident will nach Sieg in Düsseldorf nicht über Aufstieg sprechen

Als Trainer von Schalke 04 (ein Spiel) und der Spielvereinigung Greuther Fürth (fünf Spiele) hatte Mike Büskens nicht gegen den Karlsruher SC verloren (drei Siege, drei Unentschieden). Seine erste Niederlage gegen die Wildparkprofis kostete den ehemaligen „Eurofighter“ in Düsseldorf jetzt gleich seinen Job. Der Karlsruher 2:0-Sieg am Freitagabend in der Landeshauptstadt NRW war Fortunas vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen.

Bildergalerie: KSC gewinnt mit 2:0 gegen Düsseldorf

Einer der „Stabilitätsfaktoren“, wie Sportdirektor Jens Todt sagt, ist Jan Mauersberger (28), der am Freitag sein 55. Spiel in Folge für den KSC bestritt. Seit er am 1. Juli 2012 von Osnabrück in den Wildpark kam, fehlte „Mister Zuverlässig“ nur in einem Pflichtspiel: In der ersten Runde des DFB-Pokals 2012/13, am 19. August 2012, war der gebürtige Münchner wegen „Altlasten“, wie er sagt, gesperrt. „Er ist ein Führungsspieler, unaufgeregt, total verlässlich, einer der Eckpfeiler unserer Mannschaft“, lobt Todt den kopfballstarken und deshalb auch bei Standardsituationen vor dem gegnerischen Tor gefährlichen Bayern. „Er genießt hohe Wertschätzung in der Mannschaft, beim Trainerteam und im ganzen Verein.“ Deshalb haben der KSC und Mauersberger gestern ihre Zusammenarbeit vorzeitig verlängert – bis zum 30. Juni 2016. „Ich fühle mich sehr wohl“, kommentierte Mauersberger sein Bekenntnis zum KSC. „Die Mannschaft, der Club, die Region – ich genieße hier großes Ansehen. Und das versuche ich mit guten Leistungen zurückzuzahlen.“

„Alle Tassen im Schrank“

KSC-Präsident Ingo Wellenreuther interpretierte Mauersbergers Unterschrift als „deutliches Zeichen – der KSC hat Zukunft.“ Dass bei besonders optimistisch veranlagten Anhängern der Blau-Weißen jetzt vielleicht schon wieder der Aufstieg in die Bundesliga ein Thema sein könnte, veranlasste den Clubchef, ordentlich auf die Euphoriebremse zu treten. „Klar, die Jungs haben in Düsseldorf ein hervorragendes Spiel hingelegt. Aber wir bleiben auf dem Teppich. Wir haben immer noch alle Tassen im Schrank. Unser Blick geht von Woche zu Woche, von Spiel zu Spiel – darüber hinaus verschwenden wir keinen Gedanken.“