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KSC-Coach Markus Kauczinski weiß: Die Dritte Liga wird kein Selbstläufer, und als Zweitligaabsteiger ist der Karlsruher SC der Gejagte.
KSC-Coach Markus Kauczinski weiß: Die Dritte Liga wird kein Selbstläufer, und als Zweitligaabsteiger ist der Karlsruher SC der Gejagte. © dpa
30.06.2012

KSC-Spielplan: Heidenheim statt Hertha, Preußen Münster statt St. Pauli

Für die waschechten KSC-Fans beginnt das neue Jahr bereits am 21. Juli. Doch anders als an Silvester dürfte dieser Tag nicht unbedingt mit einem Feuerwerk begrüßt werden. Am 21. Juli startet der Karlsruher SC in die neue Fußballsaison. Allerdings nicht wie bis vor wenigen Wochen noch in der Zweiten, sondern in der Dritten Liga. Und die Gegner heißen nicht 1. FC Köln, 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC Berlin, FC St. Pauli, 1860 München, sondern - in der ersten Runde - 1. FC Heidenheim.

14 Uhr am 21. Juli ist Anpfiff. Dann wird sich zeigen, ob der KSC gegen eine vermeintliche No-Name-Truppe wie 1. FC Heidenheim gewappnet ist für das Abenteuer Dritte Liga. Sportlich gesehen ist diese Liga nämlich kein Revier für einen lockeren Spaziergang. Da fließen Schweiß und Tränen auf dem Platz. Nur in die Vereinskasse fließt nicht mehr so viel wie früher. Die Dritte Liga ist daher ein nicht so einfach zu meisternder Spagat zwischen sportlichen Ambitionen und finanziellem engem Rahmen.

Und mit einem Wiederaufstieg mal eben so locker aus dem Stand darf man nicht unbedingt rechnen – auch wenn die KSC-Fans natürlich davon träumen. Man muss Heidenheim nicht mögen, man muss sich nicht unbedingt auf den Hallescher FC oder SV Babelsberg 03 und SV Wehen Wiesbaden freuen, aber in der Dritten Liga gibt es doch ein paar vermeintliche Kracherspiele.

Ganz oben auf der Liste der Da-muss-ich-unbedingt-hin-Spiele stehen die Baden-Württemberg-Derbys gegen den VfB Stuttgart (leider nur die zweite Mannschaft) und die Stuttgarter Kickers. In Runde 3 und 12 versucht der KSC bei den Schwaben auf Punktejagd zu gehen. In der Rückrunde empfangen die Badener dann die Württemberger im heimischen Wildparkstadion. Ein schönes Lokalderby wäre auch das Match gegen den SV Sandhausen gewesen, aber die Nordbadener haben es vorgezogen, in die Zweite Liga aufzusteigen.

Aber wer sagt denn, dass in der Dritten Liga kein guter Fußball gespielt wird? Große Namen gibt es auch hier. Zwischen Runde 5 und 9 stehen Vereinsnamen auf dem Spielplan, die man aus alten, zum Teil sehr alten Bundesliga-Zeiten her kennt. DSC Arminia Bielefeld, SC Alemannia Aachen, Borussia Dortmund, 1. FC Saarbrücken, SV Darmstadt 98, Kickers Offenbach und SC Preußen Münster. Bei Borussia Dortmund und dem VfB Stuttgart kickt zwar nur die zweite Garnitur, doch immer wieder werden hier zum Beispiel junge Supertalente oder länger verletzte Stammspieler des Bundesliga-Kaders an die erste Mannschaft herangeführt. Das ein oder andere bekannte Gesicht dürfte also auch gegen den KSC auflaufen.

In der Dritten Liga gibt es viel zu entdecken. Zum Beispiel den Osten der Republik. Hallescher FC, FC Rot-Weiß Erfurt, SV Babelsberg 03, Chemnitzer FC, F.C. Hansa Rostock – das sind Vereine, die im Badischen nicht unbedingt für Aufsehen sorgen, die aber spielerisch erst einmal überwunden werden müssen.

Was bleibt noch an Besonderheiten? SV Wehen Wiesbaden, SpVgg Unterhaching, SC Wacker Burghausen und 1. FC Heidenheim hat man schon einmal mit dem Etikett „Pokalschreck“ versehen. Erschrecken dürfte das den KSC im Ligabetrieb allerdings nicht. Bleibt noch der VfL Osnabrück, der lange in der Zweiten Liga spielte, und in der vergangenen Saison im vorderen Mittelfeld der Dritten Liga daheim war.

Solch eine Platzierung dürfen die KSC-Fans als Minimalziel in der neuen Saison erwarten. Doch einfach wird das mit einem komplett erneuerten Kader nicht. Trainer Markus Kauczinski wird harte Arbeit leisten und diese auch von seinen Spielern einfordern müssen. Den auch in der Dritten Liga will niemand Punkte verschenken. Schon gar nicht der 1. FC Heidenheim, denn die Schwaben sind auch scharf auf einen Sieg gegen den Ex-Zweitligisten im ersten Baden-Württemberg-Derby. tok

Hier >>> Spielplan Dritte Liga zum Herunterladen (0,5 MB) <<<

Die Spiele der Hinrunde:

21.07. 1. FC Heidenheim Karlsruher SC

28.07. Karlsruher SC Hallescher FC

03.-05.08.      VfB Stuttgart II Karlsruher SC -    3

07./08.08.     Karlsruher SC VfL Osnabrück

10.-12.08.      DSC Arminia Bielefeld Karlsruher SC

24.-26.08.      Karlsruher SC Alemannia Aachen

28./29.08.     Borussia Dortmund II Karlsruher SC

31.08.-02.09. Karlsruher SC 1. FC Saarbrücken

14.-16.09       Kickers Offenbach Karlsruher SC

21.-23.09.      Karlsruher SC Wacker Burghausen

25./26.09.     Karlsruher SC FC Rot-Weiß Erfurt

28.-30.09.      SV Stuttgarter Kickers Karlsruher SC – 12

05.-07.10.      Karlsruher SC SpVgg Unterhaching

19.-21.10.      SV Babelsberg 03 Karlsruher SC

26.-28.10.      Karlsruher SC SC Preußen Münster

02.-04.11.      Chemnitzer FC Karlsruher SC

09.-11.11.      Karlsruher SC SV Darmstadt 98

16.-18.11.      F.C. Hansa Rostock Karlsruher SC

23.-25.11.      Karlsruher SC SV Wehen Wiesbaden