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Schlusspunkt unter einen Tag zum Vergessen: Nach einer Volleyabnahme von Collin Quaner (rechts hinten im roten Trikot) musste KSC-Torwart Rene Vollath zum vierten Mal hinter sich greifen (vorne rechts Damir Kreilach, der ebenfalls traf). Foto: GES
Schlusspunkt unter einen Tag zum Vergessen: Nach einer Volleyabnahme von Collin Quaner (rechts hinten im roten Trikot) musste KSC-Torwart Rene Vollath zum vierten Mal hinter sich greifen (vorne rechts Damir Kreilach, der ebenfalls traf). Foto: GES
11.09.2016

KSC-Team nach K.-o. bei Union ratlos

Karlsruhe. Von einer „schmerzhaften Niederlage“ sprach Jens Todt, der Sportdirektor des KSC, die allerdings auch „in dieser Höhe“ verdient gewesen sei. Der 1. FC Union Berlin sei den Karlsruher Zweitliga-Fußballern „in allen Belangen überlegen“ gewesen. Mit einer 0:4 (0:2)-Packung verließen die Gäste das Stadion an der Alten Försterei.

Der KSC, der nur beim ersten Besuch an der Wuhlheide, am 5. April 2002, drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte, verbucht nun bereits fünf „Leerfahrten“ in den Berliner Stadtteil Köpenick. Immerhin schafften die Karlsruher dort auch vier Unentschieden.

Der jüngste Auftritt war fast blamabel. Einerseits sei die Mehrzahl seiner Spieler, die er in einer 4-4-2-Grundordnung auf den Platz geschickt hatte, nicht in der Lage gewesen, ihre Leistung abzurufen, erklärte KSC-Trainer Tomas Oral. Und andererseits „hatte der Gegner einen richtig guten Tag“.

Eiserner Wille des FC Union

Der zuvor ebenfalls sieglose Gegner zeigte vom Anpfiff weg, dass er den ersten Dreier einfahren wollte, und griff in Ballbesitz befindliche KSC-Spieler sofort und egal wo auf dem Platz an. Damit lösten die Schützlinge von Trainer Jens Keller bei ihren Gästen Unsicherheiten aus, und die führten zu Fehlern. „Wir haben von der ersten Minute an vieles sehr gut gemacht“, lobte der Union-Coach seine Mannschaft. Ziemlich weit entfernt davon, wie sich Oral das Spiel seiner Mannschaft vorstellt, agierte der KSC. „Wir haben Dinge vermissen lassen, die wir normalerweise immer auf- bzw. einbringen: Ordnung, Kompaktheit, Wille und Herz“, räumte Kapitän Enrico Valentini am Morgen danach ein.

Mit nur zwei Gegentoren war der KSC zur Pause gut bedient. Damir Kreilach mit einem von Bjarne Thoelke abgefälschten Schuss, der als Bogenlampe über den machtlosen René Vollath hinweg ins Tor flog (22.) und Collin Quaner (44.), trafen bis dahin. „Hochkaräter“ ließen Quaner (10.), Kreilach (21./46.) und Steven Skrzybski (24.) ungenutzt.

Die Entscheidung fiel in der 60. Minute. Nach Foul von Vollath an Quaner, der allerdings im Abseits stand, versenkte Skrzybski den Strafstoß. Endgültig zum Mann des Spiels wurde Quaner, als er in der 76. Minute einen Eckball volley abnahm und aus 14 Metern zum 4:0 traf. „Warum steht der so frei“, fragte sich nicht nur KSC-Sportdirektor Todt.

Der KSC war nur bei Freistößen von Moritz Stoppelkamp gefährlich (12., 44.). Zudem rutschte der eingewechselte Neuzugang Charalampos Mavrias am Ende an einer Hereingabe von Ylli Sallahi vorbei (90.). „Das war ein schwarzer Tag für uns“, sagte Todt.