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KSC-Coach Markus Kauczinski ist vor der Relegation nicht nervös. Foto: dpa
KSC-Coach Markus Kauczinski ist vor der Relegation nicht nervös
10.05.2012

KSC-Trainer Kauczinski zuversichtlich

Karlsruhe (dpa/lsw) – Endspiele machen Trainer Markus Kauczinski offenbar nicht mehr nervös. «Ich schlafe wie ein Baby», sagte der Trainer des Karlsruher SC vor dem Relegations-Hinspiel um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga an diesem Freitag (20.30 Uhr/Bayerischer Rundfunk) bei Drittligist Jahn Regensburg.

«Das muss man einfach abkönnen. Man arbeitet nach bestem Wissen und Gewissen, bereitet die Mannschaft vor und dann kann man nicht mehr viel machen. Da hilft es auch nichts, sich noch mehr Gedanken zu machen», meinte Kauczinski am Donnerstag.

Denn eigentlich sei jede seiner bisherigen sieben Partien als KSC-Coach ein Endspiel gewesen. «So haben wir eine gewisse Erfahrung darin. Und die Mannschaft hat bereits gezeigt, dass sie mit solchen Situationen umgehen kann», ssagte Kauczinski. Besondere Maßnahmen wie etwa ein Trainingslager hält er daher vor den Relegations-Spielen nicht für notwendig. «Denn der Relegations-Platz war von Anfang an unser Ziel. Wir sind nicht etwa am letzten Spieltag dorthin abgestürzt», sagte der KSC-Coach.

Vielmehr legte Kauczinski Wert auf Regeneration seiner Spieler. «Wenn man zu früh die Anspannung sucht, da wird man ja die Woche über verrückt», meinte der KSC-Trainer. Zumal er beinahe vollständig auf die Mannschaft zurückgreifen kann, die Aufsteiger Eintracht Frankfurt am vergangenen Sonntag mit 1:0 bezwang. Lediglich Torschütze Elias Charalambous musste sich einer Wurzelbehandlung an einem entzündeten Zahn unterziehen - sein Einsatz ist noch ungewiss. Für Charalambous würde im Fall der Fälle Verteidigerkollege Dennis Kempe in die Startformation rücken. Der habe «bereits gegen Ingolstadt gezeigt, dass man ihn ins kalte Wasser werfen kann. Er ist ein Musterprofi», meinte Kauczinski.

Rechenspiele lehnt Kauczinski vor den finalen Saisonspielen ab. Seine Losung ist deutlich: zweimal gewinnen. «Eigentlich ist es ein Widerspruch in sich, zu sagen, es sind zwei Endspiele. Aber es ist so, und deswegen wollen wir auch beide Spiele gewinnen. Es war uns daher auch egal, ob wir zuerst auswärts oder daheim spielen müssen», sagte der Coach.

Der KSC-Trainer und seine Spieler schätzten die Chancen für den Klassenverbleib in den vergangenen Tagen auf 50:50. Dennoch kann sich der badische Traditionsclub ein Scheitern eigentlich nicht erlauben. Zwar könnte der Verein ein Jahr in der dritten Liga nicht zuletzt dank der Unterstützung von Vizepräsident und Milliardär Günter Pilarsky wohl überstehen - ein kompletter sportlicher Neuaufbau wäre jedoch unumgänglich. Denn in Dirk Orlishausen, Hakan Calhanoglu, Sebastian Schiek und Timo Kern haben bislang lediglich vier Spieler Verträge für die dritte Liga unterschrieben.