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Der Karlsruher SC will endlich wieder jubeln. Am Freitag trifft die Mannschaft auf Dynamo Dresden.
Der Karlsruher SC will endlich wieder jubeln. Am Freitag trifft die Mannschaft auf Dynamo Dresden. © dpa
08.12.2016

KSC-Trainer Kwasniok vor Spiel in Dresden: „Werden keine Sperenzchen machen“

Nervös sei er nicht, sagte Lukas Kwasniok (35), der Interimscoach des KSC, am Donnerstag, etwa 30 Stunden vor dem (18.30 Uhr) Spiel am Freitag der Wildparkprofis in Dresden, seinem ersten von zwei Einsätzen als Cheftrainer der Blau-Weißen.

„Ich muss ja kein fünfgängiges Menü kochen – das kann ich nämlich nicht.“ Es gehe um Fußball. „Und Trainer zu sein, ist mein Beruf, meine Leidenschaft, meine Liebe.“ Er freue sich „total“ auf am Freitagabend und werde elf Spieler auf den Platz schicken, „die absolut bereit sind, an ihre Leistungsgrenze zu gehen.“

Mehr gab der bisherige Trainer der Karlsruher U 19 nicht von seiner Startaufstellung und Taktik preis. Schließlich sei das ein Faktor, der sich positiv auf den Spielverlauf und das Ergebnis auswirken könnte: „Die Dresdner wissen nicht, was auf sie zukommt.“

Allerdings sei auch nicht die Zeit für wilde Experimente: „Wir wissen, was wir können, wissen aber auch, was wir nicht können.“ Er werde zwar das eine oder andere verändern, „aber wir werden keine Sperenzchen machen.“

Er habe in den vier Trainingseinheiten unter seiner Regie den Eindruck gewonnen, „dass die Mannschaft locker ist. Die Stimmung war super.“ Die Profis hätten ihn, „einen Nachwuchstrainer“, mit ins Boot geholt und würde seine Ideen aufnehmen.

Kwasniok spricht einerseits davon, dass er und seine Mannschaft „Demut“ zeigen müssten „gegenüber der Situation und dem Stadion“, in dem 27 000 Zuschauer erwartet werden – etwa 800 davon aus Karlsruhe. Er forderte aber auch „Mut“ von seinen Schützlingen „zum eigenen Spiel.“ Der KSC wolle sich jedenfalls nicht hinten einigeln, sondern möchte seine Gastgeber „eventuell überraschen können.“ Er und seine Mannschaft „werden so ins Spiel gehen, dass auf dem Platz die Überzeugung zu sehen ist, dass wir dort drei Punkte holen können.“

Dass er dabei mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen hat, Kwasniok: „Die Liste wird immer länger“, und umfasst derzeit Orlishausen, Kamberi, Krebs, Sverko und Valentini, ficht ihn nicht an. „In unserer Situation spielt es keine Rolle, wer auf dem Platz steht.“ Und die Systemfrage sei völlig zweitrangig. In erster Linie gehe es darum, wieder die KSC-Tugenden abzurufen: Wille, Leidenschaft und Kampfbereitschaft.

„Einen leidenschaftlichen Auftritt“, fordert auch KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. Für ihn ist es ein besonderes Spiel. Schließlich ist sein Sohn Niklas (23) Stammspieler bei den Sachsen – zuletzt als rechter Verteidiger.

KSC-Aufstellung: Vollath – Mavrias, Thoelke, Figueras, Kempe – Prömel, Yamada – Rolim, Stoppelkamp, Bader – Hoffer.