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In Würzburg könnte Manuel Torres in die KSC-Startformation zurückkehren. Foto: dpa
In Würzburg könnte Manuel Torres in die KSC-Startformation zurückkehren. Foto: dpa
20.10.2016

KSC-Trainer Oral wartet auf die Belohnung in Würzburg

Trainer Tomas Oral sagt: „Wir haben drei, vier, fünf Zähler zu wenig.“ Und Sportdirektor Jens Todt stellt fest: „Wir befinden uns in einer ernsten Lage.“ Der Karlsruher SC steht in der 2. Fußball-Bundesliga auf Rang 15, nur zwei Punkte vor dem Relegationsplatz 16 und drei Punkte vor den Abstiegsplätzen, da zählt jeder Punkt. „Wir dürfen aber nicht glauben, wir müssen dort unbedingt gewinnen“, sagt Oral vor dem Freitag-Spiel in Würzburg (18.30 Uhr). „Da wären wir falsch beraten.“

Denn die gastgebenden Kickers, bei denen mit Sascha Traut (31) und dem in dieser Saison in Pokal und Punktspielen schon viermal erfolgreichen Elia Soriano (27) zwei frühere KSCler unter Vertrag stehen, „haben schon einigen Gegnern Probleme bereitet“, weiß Oral. „Das ist keine Mannschaft mit klangvollen Namen, aber alles was sie macht, hat Hand und Fuß.“ Aktuell sind die Schützlinge von Trainer Bernd Hollerbach seit drei Spielen ungeschlagen und Tabellenvierter. Um in Würzburg in die Punkte kommen zu können, „müssen wir von Beginn an voll konzentriert sein und hundert Prozent in den Topf werfen“, formuliert der KSC-Trainer die Voraussetzungen für mindestens einen Teilerfolg.

Orlishausen bleibt im Tor

Welche Startelf er in Würzburg aufs Spielfeld schicken wird, ließ der KSC-Trainer noch offen. „Wir haben ja noch zwei Trainingseinheiten.“ Die letzte am Freitag vor Ort. Sicher ist: Dirk Orlishausen bleibt im Tor, weil René Vollath noch an einer Bauchmuskelzerrung laboriert. Im rechten Mittelfeld könnte Manuel Torres den Vorzug vor Charalampos Mavrias bekommen.

„Es kommt nur darauf an, wie wir uns präsentieren“, sagt Tomas Oral, und das gelte unabhängig von Personal und Taktik. Man dürfe sich auch nicht runterziehen lassen „von all’ dem dummen Geschwätz“, sondern müsse mit Überzeugung weiterarbeiten. Dann, so ist der KSC-Coach überzeugt, werde seine Mannschaft auch irgendwann belohnt werden. Er sehe, so Oral, wie seine Schützlinge trainieren. „Unsere Erfolge werden kommen.“ Davon ist auch Jens Todt überzeugt. „Wir glauben an die Mannschaft und an das Trainerteam. Irgendwann wird sich deren gute Arbeit in Punkten auszahlen.“ 25 Spieltage vor dem Ende der Saison „in Panik zu verfallen“, wäre in seinen Augen „das Schlimmste“.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Thoelke, Kinsombi, Kempe – Torres, Prömel, Stoppelkamp, Yamada – Kamberi, Hoffer.