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Der mit dem Ball tanzt: Offensivspieler Dimitrij Nazarov kehrt nach seiner Rotsperre wieder in die KSC-Elf zurück.
Der mit dem Ball tanzt: Offensivspieler Dimitrij Nazarov kehrt nach seiner Rotsperre wieder in die KSC-Elf zurück.
07.03.2014

KSC-Trainer kündigt personelle Veränderung an

Geht die Erfolgsserie des KSC nun nahtlos in einen Abwärtstrend über? Diese Gefahr ist durchaus gegeben, nachdem der Zweitliga-Aufsteiger nach zwölf Spielen ohne Niederlage in Aalen als 0:1-Verlierer vom Platz ging. Denn die Schützlinge von Trainer Markus Kauczinski stecken spielerisch in einer Krise. Und am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) kommt die „Mannschaft der Stunde“ nach Karlsruher – der Tabellendritte SC Paderborn.

Die Ostwestfalen sind seit acht Spielen ungeschlagen und haben dabei sechsmal gewonnen (viermal ohne Gegentor) – zuletzt 4:1 zu Hause gegen den VfL Bochum. Mit aktuell 43 Treffern ist der SCP das torgefährlichste Team der Liga. Zwei Spieler der Gäste rangieren in der Spitzengruppe der Torjägerliste: Mahir Saglik (10 Tore), der in der Rückrunde der Bundesligasaison 2008/09 vom VfL Wolfsburg an den KSC ausgeliehen war, und „Standard“-Spezialist Alban Meha (9).

Steigerung nötig

Aber nicht nur von einzelnen Paderbornern gehe Gefahr aus, sondern „von der ganzen Mannschaft“, warnt Kauczinski, „wenn sie in Fluss kommt.“ Der KSC werde sich also gegenüber seinen letzten Spielen steigern müssen, um die drei Punkte im Wildpark behalten zu können. „Wir wollen gewinnen“, formuliert Sportdirektor Jens Todt die Vorgabe an die Wildparkprofis. „Wir wollen uns oben festbeißen.“ Zuletzt jedoch, in Aalen, sei seine Mannschaft unter den Gesichtspunkten, die sie zuvor auszeichneten, nicht am Limit gewesen, „vor allem spielerisch“, blickt Kauczinski kritisch zurück. „Einzelne Spieler konnten ihr Potenzial nicht ausschöpfen. Und dann kommt so eine Niederlage zustande.“

Deshalb stehen gegen Paderborn personelle Änderungen bevor, kündigte der Karlsruher Chefcoach an. Konkreter wurde er gestern nicht. Auch Jan Mauersberger ist „gespannt“. Im Training der vergangenen Woche, so der Abwehrchef, seien einige Konstellationen durchprobiert worden.

Hennings-Einsatz fraglich

Mit Dimitrij Nazarov, der seine Rot-Sperre (drei Spiele) abgesessen hat, ist jedenfalls zu rechnen – im zentralen, offensiven Mittelfeld, beziehungsweise als hängende Spitzefür Rouwen Hennings. Denn dessen Einsatz ist wegen einer Stauchung des Sprunggelenks fraglich, und Ilian Micanski laboriert an einem Bluterguss im Oberschenkel.

Vermutlich muss auch Selcuk Alibaz erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen, vielleicht auch Manuel Torres. Auch Reinhold Yabo ist nicht in Bestform. Ob Kauczinski aber gleich vier neue Spieler bringt? Eher unwahrscheinlich – mangels Masse. Gaetan Krebs, Dennis Mast und Jung-Bin Park wären wohl die Nachrücker – eventuell auch Manuel Gulde, im defensiven Mittelfeld. Aber kaum ein KSCler aus dem zweiten Glied hat Spielpraxis.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe – Peitz, Yabo (Gulde) – Torres (Park), Nazarov, Krebs (Mast) – van der Biezen.