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Muss nachdenken: KSC-Trainer Markus Kauczinski hat noch einige offene Baustellen entdeckt. Verletzungspech kommt noch hinzu. Foto: dpa
Muss nachdenken: KSC-Trainer Markus Kauczinski hat noch einige offene Baustellen entdeckt. Verletzungspech kommt noch hinzu. Foto: dpa
03.08.2015

KSC-TrainerKauczinski hofft auf Yamada und einen Neuen

Zwei Spiele, null Punkte – kann man da schon von einem Fehlstart sprechen? Das komme darauf an, was man als Startphase definiere, sagte Markus Kauczinski: „Wenn man nur die beiden ersten Spiel nimmt – klar.“ Vom Karlsruher Cheftrainer ist jedoch bekannt, dass er sportlich in größeren Zeiträumen denkt. „Wir sind einfach noch nicht auf Wettkampf-Niveau“, erklärte er am Morgen nach der 1:2-Heimniederlage gegen St. Pauli.

Man dürfe auch nicht außer Acht lassen, dass bei dem in Fürth 0:1 verlorenen Punktspielauftakt drei letztjährige Stammspieler gefehlt hätten – und gegen die Hanseaten sogar ein Quartett ausfiel. Philipp Max ist zu nennen, dessen Wechsel zum Bundesligisten FC Augsburg zumindest noch nicht über die Bühne ist, Enrico Valentini (Muskelfaserriss in der Wade), und Hiroki Yamada (muskuläre Probleme im Oberschenkel). Außerdem ist ja Reinhold Yabo zu RB Salzburg gewechselt. „Das ist schon viel fußballerische Qualität“, betont Kauczinski.

Wenigstens ein bisschen Abhilfe könnte die Rückkehr von Yamada schaffen. Wenn er im Laufe dieser Trainingswoche schmerzfrei bleibt, sollte der Japaner fürs Pokalspiel beim SSV Reutlingen am Samstag (20.30 Uhr/Sky) wieder zur Verfügung stehen. Auch externe Verstärkung ist in Sicht. Dabei geht es um die Suche nach einem Yabo-Nachfolger. Kauczinski sagt: „Kann sein, dass sich diese Woche etwas ergibt.“

Auch die Verpflichtung eines weiteren Stürmers hat der KSC noch im Visier. Für den Fall, dass Rouwen Hennings den Wildpark doch noch verlassen werde, „wir haben ja bei Philipp Max gesehen, wie schnell das gehen kann“, so Kauczinski, müsse man gewappnet sein. Den in der Gerüchteküche hochgekochten Namen Dimitrios Diamantakos (22 Jahre) von Olympiakos Piräus, wollte Jens Todt nicht kommentieren. Stattdessen griff der Sportdirektor des KSC zu seiner – bei Personalfragen – Standardformulierung: „Wir beschäftigen uns mit mehreren Stürmern.“ Bezüglich Hennings gab Todt aber zu, dass es „mal einen Kontakt zu einem englischen Verein gegeben hat.“ Aktuell aber sei, was den Torschützenkönig der vergangenen Saison anbelangt, keine Veränderung zu erwarten.

Dass vertraglich noch gebundene KSC-Spieler Angebote bekämen, die Verletzungen von Matthias Bader, Sascha Traut, Valentini und Yamada, die kurz Vorbereitung, die nur unglücklich verlorene Relegation gegen den HSV – das, „zum Beispiel“, sind für Todt Faktoren, aus deren Zusammenwirken Niederlagen wie in Fürth und gegen St. Pauli resultieren können. „Wir müssen uns jetzt eben alles wieder neu erarbeiten. Das ist schwer und schmerzhaft“, so Todt. Trainer Kauczinski den zähen Prozess so: „Wir müssen uns steigern, Schritt für Schritt herankämpfen.“