nach oben
Flutlicht-Ausfall in Belek: Die unfreiwillige Pause hat die KSC-Vorbereitung nur kurz unterbrochen. Bislang scheint das Klima in der Mannschaft zu stimmen. © Kaiser
16.01.2012

KSC-Trainingslager: In Belek gehen die Lichter aus - Kommt Ex-HSV-Spieler Atouba?

Belek. Dritter Tag im KSC-Trainingslager im türkischen Belek: Beim Nachmittagstraining um 16.30 Uhr versagte nach einer Stunde Training im Sportkomplex des Suesi Hotels das Flutlicht. Doch während hier für den KSC alle Lichter ausgingen, hat Sportdirektor Oliver Kreuzer an anderer Stelle schon wieder ein Lichtlein mit einem gewissen Hoffnungsschimmer angezündet. Er will den ehemaligen, gerade in Kamerun weilenden HSV-Profi Thimothée Atouba verpflichten.

Nach 20 Minuten Dunkelheit durch den Flutlichtausfall entschied das KSC-Trainerteam, mit dem Bus zurück zu fahren. Während in dem Moment, als die Flutlichter wieder angingen, der KSC abfuhr, trainierten die anderen Mannschaften weiter. Hoffentlich kein schlechtes Omen, denn eigentlich begann das Trainingslager mit viel Optimismus.

Bildergalerie: KSC bereitet sich in der Türkei auf Rückrunde vor

Viel Wert wurde auf die Integration der beiden neuen Innenverteidiger Ionut Rada und Bakary Soumaré gelegt, der einen starken Eindruck hinterließ. Auch der zum Test geladene, aus Pforzheim stammende Torwart Alexander Stolz überzeugte bisher. Der U19-Spieler Hakan Calhanoglu setze ebenfalls Akzente.

Darüber hinaus konnten die Karlsruher auf die Unterstützung Ihrer Fans setzen. Rund 40 folgtem ihrem Team an die türkische Riviera und fordertern die Mannschaft mit einem Spruchband auf, das Ziel Klassenerhalt 2. Fußball-Bundesliga anzusteuern.

Dazu beitragen soll eine prominente Verstärkung. Nach Angaben von Sportdirektor Oliver Kreuzer möchte der Tabellenletzte den ehemaligen HSV-Profi Thimothée Atouba verpflichten. «Er ist ein sehr spezieller Mensch, aber fußballerisch überragend», sagte Kreuzer im Trainingslager in Belek. Der Kameruner Atouba, der bis Juni bei Ajax Amsterdam unter Vertrag stand und davor für den Hamburger SV, Tottenham Hotspur und den FC Basel spielte, soll ab Sonntag ein Probetraining beim KSC absolvieren.

Kreuzer kennt den 29 Jahre alten Linksverteidiger noch aus seiner eigenen Zeit beim FC Basel. «Er hat dort wirklich überragende Spiele gemacht, auch in der Champions League», meinte er. Beim HSV und in Tottenham fiel Atouba aber auch durch Disziplinlosigkeiten auf. Bei Ajax Amsterdam kam der 42-fache Nationalspieler Kameruns zuletzt nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus.

Nach Angaben von Kreuzer hält sich Atouba zurzeit in Kamerun auf. Der KSC möchte sich nach den Verpflichtungen der beiden Innenverteidiger Bakary Soumaré (US Boulogne) und Ionut Rada (CFR Cluj) nun auch noch auf seiner linken Abwehrseite verstärken. cboy/dpa