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Wer hat wen im Griff, lautet die spannende Frage, wenn im Finale der KSV Ispringen (links Nick Matuhin) und der SVG Weingarten (rechts David Hirsch) aufeinandertreffen.  Ripberger/PZ-Archiv
Wer hat wen im Griff, lautet die spannende Frage, wenn im Finale der KSV Ispringen (links Nick Matuhin) und der SVG Weingarten (rechts David Hirsch) aufeinandertreffen. Ripberger/PZ-Archiv
04.01.2017

KSV Ispringen - Weingarten: Vor dem Ringer-Finale kein Favorit in Sicht

Jetzt geht es um die Wurst. Wenn sich im Finale der deutschen Ringermeisterschaft der KSV Ispringen und der SV Germania Weingarten gegenüberstehen, gibt es keinen klaren Favoriten. „Im Hinkampf ist Weingarten vermutlich einen Tick stärker, im Rückkampf durch den Stilartenwechsel dann wir“, vermutet Werner Koch.

Der Vereinschef des KSV Ispringen schätzt die Chancen für beide Teams auf 50:50, wenn das Finale am Samstag (19.30 Uhr) mit dem Hinkampf in der Weingartener Walzbachtalhalle startet. Der Rückkampf steigt dann eine Woche später in der Jahnhalle in Pforzheim.

Tradition und steiler Aufstieg

Obwohl die beiden nordbadischen Dorfvereine nur 23 Kilometer und eine knappe halbe Stunde Fahrzeit auseinanderliegen, könnte die Ausgangslage kaum unterschiedlicher sein. Auf der einen Seite der Traditionsverein aus Weingarten, der 2011 und 2012 deutscher Meister war und viermal Vizemeister wurde. Auf der anderen Seite der KSV Ispringen, der in den vergangenen Jahren einen traumhaften Aufstieg erlebte, 2015 den Sprung in die Bundesliga schaffte und nur zwei Jahre später schon im Finale steht.

„Wir genießen das Finale“, sagt deshalb Bernd Reichenbach. Der Ispringer Trainer gibt sich vor den entscheidenden beiden Duellen ganz entspannt. Mit dem Erreichen des Finales habe der Verein seine Ziele erreicht, alles andere sei Zugabe. Anders die Weingartener, die zwar die vergangenen drei Jahre zwar immer das Finale erreichten – aber immer gegen den ASV Nendingen als Verlierer von der Matte gingen. „Die haben deshalb den Druck“, sagt Ispringens sportlicher Leiter Alen Kovacevic.

Beide Vereine werden im Finale alles aufbieten, was ihnen zur Verfügung steht. Details werden – wie immer – nicht verraten. „Wir treten mit der bestmöglichen Mannschaft an“, sagt Bernd Reichenbach und verspricht: „Wir haben einen Plan.“ Den wird aber auch Frank Heinzelbecker haben. Der Weingartener Trainer-Fuchs baut auf den nach Verletzungspause wiedererstarkten Frank Stäbler und den Kubaner Alejandro Valdes. Und er hofft auf den Schub durch den deutlichen Halbfinal-Erfolg gegen den langjährigen Angstgegner Nendingen. Da aber müssen sich auch die Ispringer nicht verstecken. Schließlich hat die Mannschaft auf dem Kämpfelbachtal den Topfavoriten Aalen im Halbfinale aufs Kreuz gelegt.