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Ispringens Arsen Hartyunyan (in Rot) gewann beim Halbfinal-Hinkampf gegen Weingartens Reineri Andreu. Auch im Rückkampf soll er wieder punkten. Foto: PZ-Archiv, Becker
Ispringens Arsen Hartyunyan (in Rot) gewann beim Halbfinal-Hinkampf gegen Weingartens Reineri Andreu. Auch im Rückkampf soll er wieder punkten. Foto: PZ-Archiv, Becker
KSV-Trainer Alexander Leipold (rechts) wird wie immer seine Jungs zu Höchstleistungen antreiben.
KSV-Trainer Alexander Leipold (rechts) wird wie immer seine Jungs zu Höchstleistungen antreiben.
10.01.2019

KSV Ispringen erwartet „hochdramatisches Duell“: Ringer können erneut ins DRL-Finale einziehen

Ispringen. Das Polster ist klein, die Anspannung brutal groß. Nach dem 11:10-Sieg im Halbfinal-Hinkampf erwartet Alexander Leipold, Trainer des amtierenden DRL-Meisters KSV Ispringen, auch im Rückkampf am Samstag um 19.30 Uhr bei Germania Weingarten ein ganz enges Duell.

Die PZ erklärt, wie sich die Ispringer vorbereiten und welche Chancen das Team in der Mineralix-Arena hat.

Was macht eigentlich KSV-Trainer Alexander Leipold unter der Woche, wenn er in seinem Wohnort Aschaffenburg weilt?

Arbeiten. Als Einkäufer und Disponent eines mittelständischen Unternehmens hat der 49-jährige ehemalige Olympiasieger von 2000 jede Menge zu tun. Wenn er abends nach Hause kommt, setzt er sich vor den PC und schneidet Kampfszenen von Gegnern (auf Youtube) zusammen, die er seinen Ringern dann zukommen lässt. „Damit können sich meine Jungs auf ihre Kontrahenten einstellen“, sagt Leipold.

Was machen die Ispringer Ringer von Montag bis Freitag?

Die ausländischen Profi-Ringer sind in ihrer Heimat (vorwiegend in Ost-Europa). „Dort trainieren sie unter anderem beim Militär ein bis zweimal am Tag. Sie bereiten sich auf unsere Kämpfe vor, aber auch auf bevorstehende Europa- oder Weltmeisterschaften, ebenso auf die Olympiaqualifikation“, weiß Leipold.

Wann treffen sich die Ispringer Ringer vor dem Kampf gegen Weingarten?

Am Freitag. In Ispringen wird trainiert, danach gehen sie gemeinsam Essen. Das Team speist öfters im „Allegro“, ehemals „Spaghettissimo“. Genächtigt wird im Hotel. Am Samstag steht noch eine kleine Einheit an, bevor es um 17 Uhr nach Weingarten geht.

Den Hinkampf gewann der KSV knapp mit 11:10. Reicht das dünne Polster im Rückkampf?

Alexander Leipold erwartet im wohl ausverkauften Hexenkessel in Weingarten ein „hochdramatisches Duell“ bis zum Schluss. „Es ist alles offen“, so der ehemalige Freistilspezialist. „Die Mannschaften sind ausgeglichen. Man wird gute Nerven brauchen. Der letzte Wettkampf könnte entscheiden.“ Einen Vorteil für sein Team durch den Stilartwechsel sieht Leipold nicht. Er glaubt aber, dass seine Jungs die ersten drei Kämpfe gewinnen können. Im Schwergewicht sieht er seinen Amerikaner Nicholas Gwiazdowski vorne. Mit einem Schultersieg in einer Gewichtsklasse rechnet er diesmal nicht. Im Hinkampf gelang dies überraschend Alejandro Valdes gegen Ispringens Olympiasieger Vladimer Khinchegashvili.

Sollte Weingarten das Duell am Samstag mit einem Punkt gewinnen – was dann?

Dann entscheiden die meisten Einzelsiege über Sieg oder Niederlage. Sollte es auch hier Gleichstand geben, werden die meisten Schultersiege, dann die meisten technischen Überlegenheiten (TÜ) herangezogen.

Wer wartet im Finale als Gegner?

Wohl der VfK Schifferstadt, nach dessen 21:5-Sieg gegen den ASV Nendingen im Hinkampf.

Bleibt Alexander Leipold Trainer des KSV?

„Ich denke nur von Wettkampf zu Wettkampf“, sagt der Ispringer Coach, der zum 18. Mal in seiner Karriere in ein deutsches Finale einziehen kann. Die Finalkämpfe finden am 2. und 9. Februar statt.