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Noch bleibt teilweise verborgen, was die Zukunft für KTV-Trainer Alexei Grigoriev bringt. Foto: Gössele/PZ-Archiv
Noch bleibt teilweise verborgen, was die Zukunft für KTV-Trainer Alexei Grigoriev bringt. Foto: Gössele/PZ-Archiv
20.11.2013

KTV Straubenhardt: Grigorievs Zukunft offen

Straubenhardt/Pforzheim. Am Samstag gehen die Bundesliga-Turner der KTV Straubenhardt in der Karlsruher Europahalle zum letzten Mal in dieser Saison an die Geräte. Beim Duell mit dem MTV Stuttgart geht es um Platz drei in der deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Parallel machen die KTV Obere Lahn und der TV Wetzgau den Meistertitel unter sich aus.

Einiges spricht dafür, dass dieser Wettkampf der letzte Auftritt von Trainer Alexei Grigoriev (38) im Straubenhardter Dress ist. „Ich will erst das Finale in Karlsruhe abwarten. Dann bin ich Ende des Monats für einige Tage in Moskau. Anfang Dezember komme ich zurück. Dann kann ich mehr sagen“, beantwortet Grigoriev die Anfrage der Pforzheimer Zeitung nach seiner Zukunft noch ausweichend.

„Das Finale abwarten“

Auch beim Verein gibt man sich noch bedeckt. „Es laufen Gespräche. Wir wollen erst das Finale abwarten und uns dann zusammensetzen“, sagt Horst Rapp, der Chef des einflussreichen Fördervereins bei der KTV. Rapp bestätigt, dass sich Grigoriev, der seit mittlerweile 18 Jahren in Straubenhardt turnt und trainiert, schon länger mit den Gedanken an eine berufliche Veränderung trage und versichert: „Wir sind für alle Fälle gewappnet.“

Schon am Ende der vergangenen Saison, als die KTV überraschend das Finale um den deutschen Meistertitel gegen die TG Saar verloren hatte, trug sich Grigoriev mit Gedanken an einen Abschied von Straubenhardt. Inzwischen scheinen diese Gedankenspiele noch konkreter geworden zu sein. Da dürfte auch eine Rolle spielen, dass seine Ehefrau mittlerweile nach Moskau zurückgekehrt ist. Der Trainer führte aber auch eine hohe Arbeitsbelastung in Straubenhardt ins Feld: „Ich bin einfach müde“, sagt er.

Gespräch mit Bundestrainer

Was Grigoriev im Falle einer Trennung von Straubenhardt tun will, lässt er offen, verrät aber, dass er nach seiner Rückkehr Anfang Dezember ein Gespräch mit Bundestrainer Andreas Hirsch habe. Dann könnte es auch um eine Anstellung beim Deutschen Turnerbund oder in einem der Landesleistungszentren gehen.

Der Erfolg der KTV Straubenhardt in den vergangenen Jahren ist eng mit dem Namen Grigoriev verbunden. Der Jugendeuropameister aus Russland kam 1995 als junger Turner nach Straubenhardt. Unter Trainer Herbert Laupp führte er das Team 1996 zum Aufstieg in die 2. Liga, vier Jahre später sogar in die 1. Bundesliga. Seit 2003 zählen die Straubenhardter immer zu den Top-3-Mannschaften in Deutschland. Grigoriev wurde 2005 als KTV-Turner mit dem Team erstmals deutscher Meister, die beiden nächsten Titel gewann er mit der Mannschaft 2009 und 2011 als Cheftrainer. Zudem hat Grigoriev geholfen, in Straubenhardt eine erfolgreiche Jugendarbeit aufzubauen.