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Die Suche nach dem richtigen Abstand: Marcel Nguyen will mit Straubenhardt der Konkurrenz wieder eine Nasenlänge voraus sein. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
Die Suche nach dem richtigen Abstand: Marcel Nguyen will mit Straubenhardt der Konkurrenz wieder eine Nasenlänge voraus sein. Foto: PZ-Archiv/Ripberger
12.05.2017

KTV Straubenhardt auf der Jagd nach dem Titel-Hattrick

Straubenhardt. Die Mission „Fünfter Stern“ hat die KTV Straubenhardt in der vergangenen Saison erfolgreich abgeschlossen. Mit dem fünften deutschen Meistertitel haben die Turner aus der Schwarzwaldgemeinde eine gute Saison gekrönt. Erstmals gelang es den Straubenhardtern dabei, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Neue Saison, neue Ziele: Jetzt nimmt die KTV Straubenhardt den dritten Titel in Serie ins Visier – den Hattrick.

Wenn die Saison in der Deutschen Turnliga (DTL) für die Mannschaft aus dem Enzkreis mit einem Auswärtswettkampf in Heilbronn beginnt, gibt es im KTV-Team viele altbekannte Athleten, aber auch ein paar neue Gesichter zu sehen. Ob man den Armenier Vahagn Davtyan zu den Neuzugängen zählen kann, darüber darf man sich streiten – der Ringespezialist war schon im Finale 2016 für Straubenhardt im Einsatz. Neu sind dagegen mit Lucas Herrmann (18), Tobias Radoi (17) und Daniel Wörz (wird kommende Woche 17) drei ganz junge Turner. Sie sollen perspektivisch in den kommenden Jahren die Lücke schließen, die in Straubenhardt der Abgang von Nationalturner Lukas Dauser gerissen hat. Radoi kommt aus Chemnitz, wo er auch von KTV-Teamkapitän Andreas Bretschneider betreut wird, Herrmann und der aus dem schwäbischen Böckingen stammende Wörz trainieren am Stützpunkt in Berlin.

Ambitionierter Neuzugang

Fast schon wie ein alter Bekannter wirkt der letzte Neuzugang. Steve Woitalla (28) ist viele Jahre mit dem SC Cottbus und zuletzt mit dem MTV Stuttgart gegen die Straubenhardter angetreten, jetzt streift er das KTV-Trikot über und soll vor allem seine Stärken am Boden und Sprung einbringen. Der Neuzugang weiß, was in Straubenhardt erwartet wird: „Wer hierher kommt, will um die Meisterschaft kämpfen. Ich bin hier, um Gold zu gewinnen“, hält er mit seinen Ambitionen nicht hinter dem Berg. Das ist auch der Anspruch des Vereins. „Wir wollen wieder in das Finale in Ludwigsburg“, sagt der Vereinspräsident Jörg Gänger, und schiebt – um Missverständnissen vorzubeugen – nach: „Ins große Finale.“ Es soll also wieder um den Titel gehen.

Die Voraussetzungen sind gut. Mit den Nationalturnern Andreas Bretschneider und Marcel Nguyen hat das Team zwei Zugpferde, auch wenn Bretschneider nach den Operationen an beiden Schultern in der ersten Saisonhälfte fehlt und Nguyen sich vorwiegend auf seine Spezialgeräte konzentrieren wird.

Frühe Vorentscheidung?

Dass im ersten Wettkampf in Heilbronn mit Nils Dunkel und Ivan Rittschick noch zwei KTV-Turner wegen Einsätzen im Weltcup fehlen, wird allgemein nicht als großes Problem angesehen. Enger könnte es am dritten Wettkampftag zugehen, wenn die Schwarzwälder bei der KTV Obere Lahn ranmüssen. Die Hessen gelten als Finalkandidat, auch wenn Fabian Hambüchen – wie Bretschneider – nach einer Schulteroperation die erste Saisonhälfte verpasst. „Dort turnt man auch gegen ein lautstarkes Publikum“, weiß der Sportliche Leiter Dirk Walterspacher. Andreas Bretschneider, der Walterspacher in der ersten Saisonhälfte bei der Teambetreuung unterstützt, sagt: „Dieser Wettkampf wird richtungsweisend.“ Zuvor hat Straubenhardt zwei Wettkämpfe, um sich vorzubereiten: Am Samstag in Heilbronn und eine Woche später daheim gegen den SC Cottbus.