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Für die KTV Straubenhardt geht künftig Nationalturner Andreas Bretschneider an die Geräte. Fotos: DPA-Archiv/PZ-Archiv
Für die KTV Straubenhardt geht künftig Nationalturner Andreas Bretschneider an die Geräte. Fotos: DPA-Archiv/PZ-Archiv
Nach seiner Schulterverletzung greift Thomas Taranu wieder an.
Nach seiner Schulterverletzung greift Thomas Taranu wieder an.
Vladimir Klimenko verlässt die KTV – Ziel unbekannt.
Vladimir Klimenko verlässt die KTV – Ziel unbekannt.
Robert Weber ist wieder als Punktesammler eingeplant.
Robert Weber ist wieder als Punktesammler eingeplant.
07.02.2013

KTV Straubenhardt holt Andreas Bretschneider und Oleg Stepko

Straubenhardt. Die KTV Straubenhardt war in den vergangenen Jahren immer die Mannschaft mit dem großen Starpotenzial in der Turn-Bundesliga. Doch nach der Trennung von Fabian Hambüchen 2011 und dem Abgang von Marcel Nguyen Ende 2013 sind die großen Stars weg. Auffangen will der deutsche Meister von 2005, 2009 und 2011 das mit einer geschlossenen Teamleistung.

Bei der KTV ist künftig die Mannschaft der Star. „Das Jahr wird nicht einfach. Aber wir werden kämpfen und versuchen, das Finale zu erreichen. Wir gehen optimistisch in die Saison“, verspricht Trainer Alexei Grigoriev.

Die Neuen

Mit zwei Neuzugängen und der Rückkehr von Thomas Taranu nach seiner Schulterverletzung hoffen die Straubenhardter, in der Breite stark und ausgeglichen besetzt zu sein. Neuzugang Nummer eins ist der deutsche Nationalturner Andreas Bretschneider. Der gebürtige Chemnitzer turnte zuletzt für den SC Cottbus. Den 23-Jährigen schätzt Grigoriev als starken Sechskämpfer, auch wenn ihm bisweilen noch die Stabilität fehlte. „Aber er hat kein schwaches Gerät“, freut sich der KTV-Coach auf die Zusammenarbeit.

Erst 18 Jahre alt ist der zweite Neuzugang Oleg Stepko. Mit der Mannschaft der Ukraine verpasste er bei Olympia in London nur knapp eine Medaille. „Er ist für mich weltweit eines der größten Talente, ein guter Mehrkämpfer mit Stärken am Barren und am Pauschenpferd“, sagt Grigoriev. Als zweiten Ausländer will die KTV wieder den Weißrussen Dimitri Barkalov melden.

Wann Thomas Taranu nach seiner Schulter-Operation voll belastbar ist, muss sich noch zeigen. Zuletzt hat der gebürtige Nieferner mit Fitness- und Krafttraining begonnen, jetzt geht es langsam an die Geräte. „Er ist sehr motiviert. Vielleicht kann er beim Wettkampf Anfang Mai bei der KTV Obere Lahn wieder turnen“, wagt Alexei Grigoriev eine erste Prognose.

Neben Taranu sind aus dem Team von 2012 auch Robert Weber, Anton Wirth, Andre Schaich und Daniel Weinert wieder dabei.

Die Abgänge

Dafür gibt es neben zweifachen olympischen Medaillengewinner Marcel Nguyen (zum MTV Stuttgart) noch zwei weitere Abgänge: Altmeister Sergej Charkow hat seine Karriere beendet und unterstützt die KTV künftig im Trainerteam, Vladimir Klimenko sucht eine neue Herausforderung. „Er hat unser Angebot nicht angenommen und will für einen anderen Verein turnen“, berichtet Grigoriev. Wo es den langjährigen KTV-Athleten hinzieht, ist noch nicht bekannt.

Zählten die Turner aus der Schwarzwaldgemeinde in den vergangenen Jahren regelmäßig zum Kreis der Titelkandidaten, sind sie in diesem Jahr diese Bürde zunächst los. Zwischen Platz eins und fünf hält Alexei Grigoriev alles für möglich. Ziel ist das Finale der besten vier, das am 23. November in Karlsruhe geturnt wird.

Die Favoriten

Topfavorit 2013 ist für den KTV-Coach der MTV Stuttgart mit Neuzugang Nguyen. „Wenn bei denen alle gesund bleiben, sind sie schwer zu schlagen“, sagt Grigoriev. Hinter dem Team aus der Landeshauptstadt erwartet er das dritte schwäbische Team in der Bundesliga, den TVSchwäbisch Gmünd-Wetzgau, der mit Andreas Toba und Helge Liebrich zwei deutsche Nationalkaderathleten in seinen Reihen hat. Nachdem der Rumäne Daniel Popescu einen deutschen Pass bekam, wurde zudem die freie Ausländerposition wurde mit dem englischen Olympiateilnehmer Sam Oldham besetzt.

Zu beachten sein wird aber auch der amtierende deutsche Meister TG Saar, der dank starker Teamleistung im Finale 2012 Straubenhardt bezwang.