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Elegant und sauber turnte Robert Weber auch am Pauschenpferd. Die Kampfrichter honorierten es. Gössele
10.11.2013

KTV Straubenhardt schlägt MTV Stuttgart überraschend deutlich

Zum Saisonende kommen die Turner der KTVStraubenhardt in der Bundesliga noch einmal richtig in Fahrt. Beim unerwartet deutlichen 41:11-Erfolg nach Scorepunkten gegen den MTV Stuttgart überzeugten die Gastgeber mit einer geschlossenen Teamleistung.

Bildergalerie: KTV Straubenhardt besiegt MTV Stuttgart - Teil I

Doch die Chancen, beim großen Finale am 23.November in Karlsruhe doch noch um den Titel turnen zu können, sind gering. Vieles spricht derzeit dafür, dass die KTV Obere Lahn und der TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau die Meisterschaft unter sich ausmachen. Den Straubenhardtern bleibt wohl nur der Kampf um Platz drei – dann geht es voraussichtlich wieder gegen die Stuttgarter.

Bildergalerie: KTV Straubenhardt besiegt MTV Stuttgart - Teil II

Die Gäste standen am Samstag in der vollen Straubenhardthalle allerdings von vorneherein auf verlorenem Posten. Denn Starturner Marcel Nguyen, der bis vergangene Saison das Trikot der gastgebenden KTV getragen hatte, war zu einem Sponsorentermin ans andere Ende der Welt nach Hongkong gejettet (siehe Extrabericht). Und Sebastian Krimmer ging angeschlagen in den Wettkampf, turnte nur zwei Geräte. Das konnten auch starke Turner wie der Brite Kristian Thomas, der deutsche Nationalturner Philipp Sorrer und Altmeister Thomas Andergassen nicht ausgleichen.

Weber als Topscorer

Bei den Straubenhardtern war an diesem Tag Andreas Bretschneider der „Wackelkandidat“. Beim mit 21:44 verlorenen Verfolgerduell gegen Wetzgau vor drei Wochen hatte der WM-Finalist am Reck als einziger überzeugen können. Dieses Mal schüttelte er nach Stürzen und Patzern am Sprung, Reck und Barren selbst ungläubig den Kopf, kam lediglich auf sieben Scorepunkte. An seiner Stelle übernahm Robert Weber mit neun Zählern den Part des Topscorers. „Hätten wir so gegen Wetzgau geturnt, wäre es eine knappe Sache geworden“, ärgerte sich Weber beim Blick zurück.

Der Wettkampf in der Straubenhardthalle hatte ungemein spannend begonnen. Am Boden endeten gleich drei Duelle unentschieden, am Ende entschied Stuttgart das Gerät für sich, weil Oleg Stepko gegen Kristian Thomas 0:3 den Kürzeren zog. Auch der Straubenhardter 4:1-Erfolg am Pauschenpferd anschließend war eine ganz enge Kiste. Aber dieser Erfolg gab die Richtung vor: „Das Pferd ist eigentlich unser schwaches Gerät. Dass wir da gegen einen so starken Gegner gewonnen haben, hat uns Auftrieb gegeben“, freute sich Weber. Dass KTV-Nachwuchsmann Daniel Weinert sogar den deutschen Meister an diesem Gerät, Philipp Sorrer, mit 2:0 bezwang, war beeindruckend.

Danach ging die Post erst richtig ab. An den Ringen gewannen die Gastgeber ebenso klar (12:0) wie nach der Pause am Sprung (10:0). Damit war die Entscheidung schon gefallen. Danach turnte die KTV, bei der sich Oleg Stepko und Dmitry Stolyarov die Ausländerposition teilten, souverän zu Ende. „Wir haben heute nur zwei Übungen verturnt“, wusste danach Robert Weber, was den Unterschied zur Niederlage gegen Wetzgau ausgemacht hat.

Besser als der Spitzenreiter

Vielleicht sehen sich beide Teams bald beim „kleinen Finale“ in Karlsruhe wieder. „Dann kommt der MTV mit Marcel, dann wird es ganz eng“, sagt Robert Weber. So sieht es auch Valeri Belenki. Der Stuttgarter Trainer sagt sogar: „Wenn bei uns Marcel dabei und Sebastian Krimmer wieder fit ist, sind wir unschlagbar.“ Doch Straubenhardt sollte niemand unterschätzen. Am Wochenende kam die KTV auf 332,40Punkte, zählt man alle Einzelwertung der Kampfrichter für die Turner an den Geräten zusammen. Damit lagen die Sportler aus der Schwarzwaldgemeinde sogar vor Tabellenführer Obere Lahn (331,20) und waren deutlich besser als die TGSaar (328,75), bei der sie im letzten Wettkampf am kommenden Samstag antreten müssen.

Eine Bildergalerie zum Wettkampf unter www.pz-news.de