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Bereit für das Finale: Marcel Nguyen von der KTV Straubenhardt.  Foto: PZ-Archiv/Becker 

KTV Straubenhardt trifft am Samstag im DTL-Finale in Ludwigsburg wieder auf die TG Saar

Straubenhardt. Die Turner der KTV Straubenhardt wollen ein neues Kapitel in ihrer Vereinsgeschichte aufschlagen. Fünfmal waren die Sportler aus der Schwarzwaldgemeinde schon deutscher Mannschaftsmeister. Ein Titelgewinn im Finale am Samstag (18.00 Uhr, MHP-Arena Ludwigsburg) gegen die TG Saar wäre aber der dritte Erfolg in Serie. Und so ein Triple, da sind sich in Straubenhardt alle einig, wäre eine feine Sache.

Verhindern wollen das die Turner von der TG Saar, die die gesamte Saison über die Bundesliga-Tabelle angeführt hatten, ehe sie am letzten Wettkampftag noch von Straubenhardt verdrängt wurden. Die KTV stand dabei gewaltig unter Druck. Im Falle einer Niederlage im saarländischen Dillingen hätten die Straubenhardter nämlich das Finale verpasst.

KTV hat stark vorgelegt

Doch Straubenhardts Turner riefen vor zwei Wochen zum richtigen Zeitpunkt die optimale Leistung ab. Die Leistung der TG Saar, von den Kampfrichtern mit 325,05 Punkten bewertet, war schon nicht von schlechten Eltern. Die 331,25 Zähler der KTV Straubenhardt aber waren einsame Spitze. „Das war schon ein Wort“, sagt Dirk Walterspacher, Sportlicher Leiter bei der KTV. 40:24 nach Scorepunkten hieß es nach 24 heißen Duellen an den sechs Geräten für den Titelverteidiger.

In Ludwigsburg werden die Karten heute aber neu gemischt. „Finale ist Finale. Es sind 3500 Zuschauer in der Halle. Es ist laut. Da spielen auch die Nerven eine Rolle, sagt Walterspacher. Er weiß aber auch: „Wenn wir wieder 331 Punkte turnen, wird es schwer, uns zu schlagen.“ Und im Vorjahr hatte man den Gegner auch in Schach gehalten. Bei der KTV sind alle Mann an Bord. Angeführt wird das Team von den deutschen WM-Turnern Marcel Nguyen, Andreas Bretschneider, Ivan Rittschik und Nils Dunkel.

Die TG Saar hatte zuletzt den starken Russen Nikita Nagorny nachverpflichtet. Damit reagierten die Saarländer auf den Umstand, dass ihr Spitzenturner Oleg Verniaiev Fußprobleme hat. Geht es nach der Papierform, hat die TG Vorteile am Boden und Sprung, die KTV an den Ringen, an Barren und am Reck. Aber im Finale ist vieles möglich. Und manches am Ende eine reine Nervensache.