nach oben
Eines der letzten Bilder der KTV-Turner mit dem gestorbenen Tim Allenbacher (von links): Silvio Schneider, Robin Adler, Nils Buchter, Tim Allenbacher, Markus Mauck, Dimitri Walter, Roman Janetzko, Rouven Ketzer, Kim Eisen, Vinzenz Haug, Sven Graf. Auf dem Foto fehlt Frederic Ritter. Foto: Privat
Eines der letzten Bilder der KTV-Turner mit dem gestorbenen Tim Allenbacher (von links): Silvio Schneider, Robin Adler, Nils Buchter, Tim Allenbacher, Markus Mauck, Dimitri Walter, Roman Janetzko, Rouven Ketzer, Kim Eisen, Vinzenz Haug, Sven Graf. Auf dem Foto fehlt Frederic Ritter. Foto: Privat
14.11.2012

KTV Straubenhardt trotz aller Trauer bei Wettkampf in Oberhausen geturnt

Oberhausen. Wie befürchtet hat die zweite Mannschaft der KTV Straubenhardt mit 14:55 Punkten den Wettkampf in Oberhausen verloren. Doch das Ergebnis war an diesem Tag Nebensache. Es zählte viel mehr ein abgewandelter olympischer Gedanke: Dabei sein und zusammen sein, im Gedenken an und der Trauer um Tim Allenbacher. Denn trotz des schweren Verlustes des vor einer Woche bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Tim Allenbachers, hatte sich die Mannschaft entschieden, die Reise nach Oberhausen anzutreten. Sie war sich sicher, dass Tim dies so gewollt hätte.

Schweigeminute zu Beginn

Und so wurden auch alle verfügbaren Turner von Trainer Silvio Schneider eingesetzt. Der emotional schwierigste Moment war allerdings noch vor Wettkampfbeginn. Die abgehaltene Schweigeminute rief in den jungen Turnern viele Erinnerungen hervor.

Der Wettkampf selbst verlief hingegen weitgehend abgeklärt, wenn auch mit einer eher reservierten Stimmung unter den Straubenhardtern. Diese traten mit selbstgebasteltem Trauerflor am Trikot an und wurden sehr fair vom Publikum und den Gastgebern unterstützt.

Trotzdem unterliefen ihnen ungewöhnlich viele Fehler. Am Startgerät, dem Boden, hätten die Schwarzwälder beinahe eine kleine Führung aufbauen können – wären ihnen nicht mehrere Stürze passiert. Und am Pauschenpferd musste sogar jeder KTV-Turner unfreiwillig das Gerät verlassen. Auch an den Ringen war für die Mannschaft nichts zu holen, so dass es mit einem Zwischenstand von 6:37 in die Pause ging.

Danach wurde der Wettkampf mit nur drei Duellen am Sprung fortgesetzt. Denn hier verzichtete die KTV auf die Besetzung von Tims Position, woraufhin auch der Oberhausener Matthias Bramkamp keinen Sprung zeigte. Sein Zweitligadebüt hatte dafür der 16-jährige Robin Adler, der sein Können mit einem anspruchsvollen Tsukahara mit einer Drehung unter Beweis stellte. Doch hier und auch am Barren (mit den Punkten von Frederic Ritter und Kim Eisen) verpassten die Straubenhardter knapp einen Gerätesieg. Erst im letzten Duell beim Reckturnen konnte Mannschaftskapitän Roman Janetzko noch einen Ehrenzähler zum Endstand hinzufügen.

Eine sportlich noch schwierigere Aufgabe erwartet die Mannschaft am Samstag beim letzten Wettkampf dieser Saison. Dann wird um 13.00 Uhr mit dem TuSLeopoldshöhe der Tabellenführer in Straubenhardt zu Gast sein.