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Die Zähne biss Oleg Stepko zusammen: Wenige Wochen nach seinem Mittelhandbruch turnte der Ukrainer an allen sechs Geräten. Foto: Gössele, PZ-Archiv
Die Zähne biss Oleg Stepko zusammen: Wenige Wochen nach seinem Mittelhandbruch turnte der Ukrainer an allen sechs Geräten. Foto: Gössele, PZ-Archiv
27.10.2013

KTV Straubenhardt wieder auf Finalkurs

Buttenwiesen. Die KTV Straubenhardt ist zurück im Rennen um die Finalplätze in der Turn-Bundesliga. Mit einem klaren 70:12-Erfolg gegen den TSV Buttenwiesen haben sich die Straubenhardter an Meister TG Saar vorbei auf Platz vier vorgeschoben. In einer eng zusammengerückten Spitzengruppe ist nun noch alles möglich.

Der Vize-Meister ist seiner Favoritenrolle gegen Aufsteiger Buttenwiesen am Samstag gerecht geworden. In der Riedblickhalle ließen sie dem bayrischen Kontrahenten keine Chance und sicherten sich alle Gerätepunkte. Ein nicht unbedeutender Teilerfolg, da die Gerätepunkte – wie das Torverhältnis im Fußball – bei Punktgleichheit den Ausschlag geben. Nur am Pauschenpferd musste die KTV kurzzeitig zittern. Als letzter Turner sorgte aber Thomas Taranu mit einer souveränen Kür und vier Score-Punkten auch hier für klare Verhältnisse.

Vielleicht war es der Kampfgeist von Oleg Stepko, der der KTV zu einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zum 21:44 gegen Wetzgau verhalf. Nach seinem erst vor zwei Wochen verheilten Mittelhandbruch ging das Ausnahmetalent schon wieder als Sechskämpfer an die Geräte. Auch wenn noch nicht fehlerfrei, so turnte er sich doch mit 21 Zählern zum Top-Scorer des Wettkampfes. „Wie er das durchgezogen hat, war schon beeindruckend“, berichtete Chef-Trainer Grigoriev. Besonders mit Blick auf das in zwei Wochen anstehende Duell gegen Stuttgart macht das Mut. Denn dort wird die Klasse des Barren-Europameisters dringend benötigt.

Perfektionist Bretschneider

In bestechender Form präsentierte sich Nationalturner Andreas Bretschneider. Bei seinen vier Einsätzen erturnte er sich 18 Zähler. Dabei glückte ihm am Reck seine Weltklasseübung nahezu in Perfektion. Mit 16,1 Punkten erzielte er einen internationalen Spitzen- und den Tageshöchstwert. Großes Lob bekam er auch von Grigoriev „Das war alles perfekt auf den Punkt geturnt. Ganz stark.“ Auch die Gerätespezialisten hatten gute Auftritte. Dimitri Walter turnte souverän am Boden und behauptete sich gegen den Schweizer Nationalturner Pablo Brägger. Anton Wirt agierte elegant am Barren und Robert Weber turnte die dritthöchste Wertung am Reck.

Mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft konnte der Chef-Trainer am Ende aber dennoch nicht vollkommen zufrieden sein. „Wir haben uns gesteigert, aber wir sind immer noch zu instabil“, sagte Grigoriev. Fast an jedem Gerät zählte er einen Sturz oder groben Fehler. Gegen den Tabellenletzten war das zu kompensieren. Doch um gegen das Spitzenteam aus Stuttgart bestehen zu können, wird eine weitere Steigerung notwendig sein: „Oft sind es nur Kleinigkeiten. Aber daran müssen wir in den kommenden zwei Wochen arbeiten.“