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Die KTV Straubenhardt um Trainer Steve Woitalla (links) und Andreas Bretschneider hoffen immer noch auf ein Einsehen der DTL im Streit um die Verlegung des Halbfinales bei der TG Saar. Archivbild: Ripberger 

KTV bezieht klar Stellung zu Verlegung des Halbfinals – Nun ist DTL am Zug

Straubenhardt. Die KTV Straubenhardt lässt nichts unversucht. Beim Streit um eine mögliche Verlegung des Halbfinales der Deutschen Turnliga (DTL) bei der TG Saar (wir berichteten) hat sich der Verein mit einer Pressemitteilung nochmals klar positioniert und seinen Standpunkt zur aktuellen Fortsetzung der Bundesliga-Saison dargelegt.

In der Mitteilung heißt es, dass die KTV Straubenhardt fristgerecht die Absetzung des Halbfinales am Samstag, 21. November, bei der Deutschen Turnliga beantragt habe. Die DTL hatte zunächst auch die Möglichkeit einer Absetzung sowie einen möglichen Ausweichtermin am 5. Dezember eingeräumt. Dann aber den Antrag der KTV auf Verlegung abgelehnt. Die TG Saar ging auf den Wunsch erst gar nicht ein.

Die KTV teilt nun weiterhin mit, dass nach rechtlicher Prüfung, insbesondere nach Maßgabe des Infektionsschutzgesetzes und der Verordnungen im Bundesland Saarland, die Ausrichtung eines Wettkampfes am 21. November 2020 in Dillingen, Landkreis Saarlouis, Saarland unzulässig sei. „Grund ist das gesteigerte Infektionsgeschehen, welches die Einordnung des Landkreises Saarlouis im Saarland als Risikogebiet zur Folge hat“, so die KTV. Der Amateursport ist laut den aktuellen Verordnungen in den betroffenen Bundesländern grundsätzlich strikt verboten. Gleiches würde auch bei einer Austragung des Halbfinales in Straubenhardt im Bundesland Baden-Württemberg gelten.

Die KTV Straubenhardt hat sich mit einem entsprechenden offiziellen Schreiben an die TG Saar sowie die Deutsche Turnliga gewandt. Somit obliegt es nun der DTL als oberstes Organ, für einen reibungslosen, fairen und sicheren Fortgang der Saison 2020 zu sorgen – natürlich unter der Berücksichtigung und Einschätzung der aktuell gesetzlich geltenden Vorgaben in den einzelnen betroffenen Regionen.

„Von unserer Seite ist nun alles gesagt“, meinte gestern Steve Woitalla gegenüber der PZ. „Jetzt ist die DTL am Zug – oder eben die TG Saar“, so der Sportliche Leiter der KTV. Die Straubenhardter hoffen, dass sich die Verantwortlichen durch das Schreiben noch einmal intensiv mit der Sachlage beschäftigen und man zu einer vernünftigen Lösung kommt.

Die KTV betont außerdem, dass sie jederzeit zur Fortführung der Saison zur Verfügung stehen würde, sollten sich die aktuellen Rahmenbedingungen verändern und die Ausrichtung von Wettkämpfen aufgrund veränderter Verordnungen rechtlich zulässig und verantwortbar sein.

Die KTV hatte den Wunsch auf eine Verlegung des Wettkampfes bei der TG Saar mit der „gesamtgesellschaftlichen Verantwortung“ in der aktuellen Corona-Krise begründet. Es sei schwer nachzuvollziehen, dass die DTL letztlich auf dem Termin 21. November beharre, wenn die Politik dazu aufrufe, unnötige Reisen und Kontakte zu vermeiden. Man darf gespannt sein, ob die DTL noch ein Einsehen mit der KTV hat.

Dominique Jahn

Dominique Jahn

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