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Völlig schwerelos: David Belyavskiy führte die KTV Straubenhardt mit seinen 18 Scorepunkten zum Sieg beim TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau.  Foto: Baumann/Archiv 

KTV stößt mit 47:33-Erfolg die Tür zum Finale der Deutschen Turnliga weit auf

Schwäbisch-Gmünd. Auf dem Weg ins Finale der Deutschen Turnliga ist der KTV Straubenhardt ein ganz großer Schritt geglückt. Mit dem 47:33-Erfolg am gestrigen Sonntag beim Verfolger TV Schwäbisch Gmünd-Wetzgau verteidigte das Team aus der Schwarzwaldgemeinde Weiße Weste und Tabellenführung und hielt den neben der TG Saar vermeintlich härtesten Rivalen auf Distanz.

Dabei legten die Straubenhardter mit Erfolgen an den ersten drei Geräten (11:4 am Boden, 13:4 am Pauschenpferd, 8:4 an den Ringen) schon zur Halbzeit (32:12) den Grundstein zum Sieg. Die Niederlagen am Sprung (2:8) und Barren (4:5) waren so verschmerzbar.

Jetzt steht die Tür zum Finale weit offen. Ein Sieg in Cottbus am kommenden Wochenende würde die Finalteilnahme bereits vorzeitig sichern, der letzte Wettkampf der Hauptrunde daheim gegen die TG Saar wäre dann womöglich schon die Generalprobe für die Entscheidung am 30. November in Ludwigsburg.

Letztlich entpuppte sich der Einsatz von David Belyavskiy wie erhofft als entscheidender Schachzug. Eigentlich hatte die KTV den russischen Mannschaftsweltmeister erst zum Finale Ende November in Ludwigsburg einfliegen wollen. Doch das Verletzungspech mit dem Ausfall von Marcel Nguyen und der stark eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten von Nils Dunkel und Ivan Rittschick hatten diese Pläne durchkreuzt. Und Belyavsky war für das Team mit seinen 18 Scorepunkten aus fünf Übungen ein großer Rückhalt, um letztlich unangefochten gegen die von Andreas Toba und dem Russen Artur Dalaloyan (Mehrkampfweltmeister von 2018) angeführte TV-Riege zu dominieren.

Souverän und stark

Die Straubenhardter profitierten auch davon, dass der Niederländer Bart Deurloo, der bei den Gastgebern zusammen mit Dalaloyan die Ausländerposition besetzte, an Pauschenpferd und Reck patzte. Die KTV hingegen turnte souverän. Nils Dunkel holte an zwei Geräten neun Punkte, Nick Klessing begeisterte an Ringen und Sprung, Andreas Bretschneider überzeugte an Barren und Reck, wo er auch sein Super-Flugteil zeigte und einen Ausgangswert von 6,2 vorlegte – das ist Weltklasse.

Zufrieden, stolz, glücklich, erleichtert“ – KTV-Coach Steve Woitallas Gefühlsbaromoter schlug nach dem Erfolg nur im positiven Bereich aus. „Es war eine grandiose Mannschaftsleistung“, freute sich der Trainer darüber, dass alle im Team im entscheidenden Moment zur Stelle waren.