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30.11.2011

KTV-Hambüchen-Trennung: Ein netter Brief zum Abschied

Straubenhardt. Ein wenig wurden sie überrollt bei der KTV Straubenhardt von der medialen Aufmerksamkeit, die ihnen in den vergangenen Tagen die Trennung von Deutschlands Turn-Star Fabian Hambüchen beschert hat. „So viel Wirbel habe ich nicht erwartet“, sagt Horst Rapp. Der Vorsitzende des einflussreichen Fördervereins und Trainer Alexei Grigoriev von der Bundesligamannschaft der KTV hatten den Stein nach dem Gewinn der deutschen Mannschaftsmeisterschaft am vergangenen Wochenende ins Rollen gebracht.

Die kurzfristige Absage Hambüchens für das Finale in Berlin gegen die TG Saar war der Ausgangspunkt der Auseinandersetzungen, die in der Trennung gipfelten. In Straubenhardt hatte man gehofft, Hambüchen würde in Berlin wenigstens zwei oder drei Geräte turnen. Rapp und Grigoriev hatten moniert, dass man mit Hambüchen nur schwer planen könne. Der 24-jährige Turner aus Wetzlar reagierte heftig. Bei „Bild online“ sprach er davon, man sei ihm in den Rücken gefallen, die Vorwürfe seien absurd und eine Frechheit.

In Straubenhardt wollen sie das Thema jetzt schnell zu den Akten legen. In dieser Woche tagte der Vorstand. „Wir schreiben Fabian noch einen netten Brief“, sagt Rapp. Auch er weiß: „Fabians Auftritte bei uns waren immer gut. Aber am Ende hat es einfach nicht mehr gepasst.“ ok