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Große Sprünge möchte Thomas Taranu bei der Studenten-Olympiade machen. Foto: Murat
Große Sprünge möchte Thomas Taranu bei der Studenten-Olympiade machen. Foto: Murat
03.07.2013

KTV-Turner Taranu nominiert für Universiade

Pforzheim. Seit März ist Thomas Taranu Student. An der Fachhochschule für Wirtschaft in Pforzheim studiert er Betriebswirtschaft mit dem Schwerpunkt „Einkauf und Logistik“. Und das Studentenleben beschert dem Nationalturner gleich eine große Reise. Denn der Athlet des Bundesligisten KTV Straubenhardt ist für die Universiade nominiert. Am Mittwoch stieg der gebürtige Nieferner in den Flieger nach Kazan. In der russischen Millionenmetropole an der Wolga treffen sich vom 6. bis 17. Juli rund 12000 studierende Sportler aus aller Welt, um ihre Meister zu ermitteln.

Die Olympischen Spiele 2012 hat Taranu als „Ersatzmann“ knapp verpasst. Umso mehr freut sich der 25-Jährige auf die Universiade, auf die er sich in den vergangenen Wochen im Turnzentrum Kienbaum bei Berlin vorbereitet hat. Unter Druck setzt er sich nicht: „Ich will eine gute Leistung zeigen und Spaß haben“, sagt er.

Dabei dürften die deutschen Turner durchaus mit Medaillenchancen anreisen. Denn mit Reck-Star Fabian Hambüchen, Taranus Bundesligakollege Andreas Bretschneider von der KTV Straubenhardt, Helge Liebrich und Fabian Lotz haben die deutschen Turner ein starkes Team am Start. „Unser Ziel ist ein Platz im Teamfinale unter den ersten Acht. Das hat der Bundestrainer als Minimalziel ausgegeben“, sagt Taranu. Zunächst aber müsse man abwarten, wie stark die Mannschaften sind, die die anderen Länder zur Universiade schicken.

Ob Taranu im Mehrkampf antritt, oder doch nur an einzelnen Geräte eingesetzt wird, bleibt abzuwarten. Seine Schulterverletzung hat er auskuriert, ist auf dem besten Weg zur alten Form. An den Ringen und am Boden soll er auf jeden Fall seine Stärken für das Team einbringen. Der Teamwettkampf am 8. Juli ist zugleich die Qualifikation für die Gerätefinals. „Wenn es für ein Finale reichen würde, wäre ich überglücklich“, sagt er und ergänzt vorsichtig: „Träumen darf man ja.“

Über die Wettkämpfe hinaus will Taranu aber auch das Flair der Studenten-Olympiade aufsaugen. „Natürlich will ich auch andere Wettkämpfe besuchen. Aber wir müssen abwarten, was möglich ist, wenn unsere Wettkämpfe vorüber sind“, gibt er sich offen für weitere Erlebnisse an der Wolga.