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Siegerehrung nach der Entscheidung am Boden: Silbermedaillengewinner Thomas Taranu (links) mit Sieger Fabian Hambüchen und dem drittplatzierten Marcel Nguyen, der wie Taranu für die KTV Straubenhardt in der Bundesliga turnt. Foto: Kurek
Siegerehrung nach der Entscheidung am Boden: Silbermedaillengewinner Thomas Taranu (links) mit Sieger Fabian Hambüchen und dem drittplatzierten Marcel Nguyen, der wie Taranu für die KTV Straubenhardt in der Bundesliga turnt. Foto: Kurek
18.06.2012

KTV-Turner Thomas Taranu sammelt gute Argumente im Kampf um ein Olympia-Ticket

Thomas Taranu ist zufrieden. Sehr zufrieden sogar. „Das war cool und hat Spaß gemacht“, sagt der Turner von der KTV Straubenhardt, nachdem er von den deutschen Meisterschaften in Düsseldorf mit einer Silber- und einer Bronzemedaille zurückgekehrt ist. Platz zwei am Boden, Platz drei an den Ringen und Platz fünf im Mehrkampf – eine wahrlich stolze Bilanz, die die Olympiahoffnung des Straubenhardters beflügelt.

Dabei hatte sich Taranu speziell an den Ringen, wo er auch schon deutscher Meister war, mehr erhofft. Mit 6,5 turnte er an seinem Spezialgerät den höchsten Ausgangswert. „Und ich habe die Übung super geturnt, der Abgang war auf den Punkt, keine großen Fehler“, sagt der 24-Jährige. Die Kampfrichter setzten ihn mit 14,900 Punkten aber auf Platz drei hinter Andreas Toba (Hannover/14,975) und Marcel Nguyen (Unterhaching/15,175). Nguyen turnt wie Taranu in der Bundesliga für Straubenhardt.

„Auf den Punkt“

Taranu und Nguyen standen auch bei der Boden-Siegerehrung gemeinsam auf dem Treppchen. Mit 14,875 Punkten („Sehr stark, ich habe jede Bahn auf den Punkt geturnt“) verpasste Taranu hinter dem Mehrkampfmeister Fabian Hambüchen (Wetzlar/14,900) den Titel nur hauchdünn. Für Nguyen gab es noch einen Titel an seinem Paradegerät Barren und Platz drei beim Sprung, zudem Silber im Mehrkampf (89,050) hinter Hambüchen (91,100), aber vor Europameister Philip Boy (88,200).

Für Taranu ist sein fünfter Platz im Mehrkampf ein weiteres gutes Argument im Kampf um das London-Ticket, das nach der Olympiaqualifikation am 30. Juni in Frankfurt/Main vergeben wird. Hambüchen, Nguyen und Boy gelten als gesetzt. Für die beiden noch freien Plätze im deutschen Aufgebot gelten neben Toba und Taranu noch Eugen Spirionov (Bous), Sebastian Krimmer (Stuttgart) und Matthias Fahrig (Halle) als Kandidaten.