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Zur Sache ging es im Hinspiel zwischen der TGS Pforzheim (in Rot) und der SG Pforzheim/Eutingen. Der Einsatz wird auch im Rückspiel groß sein. Hennrich, PZ-Archiv

Kampf um Abstieg und Aufstieg: Beim Pforzheimer Handball-Derby steht viel auf dem Spiel

Die Ausgangslage könnte reizvoller fast nicht sein: Die TGS Pforzheim spielt um den Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga, die SG Pforzheim/Eutingen kämpft gegen den drohenden Abstieg.

Im Handball-Derby der beiden Pforzheimer Drittligisten steckt also jede Menge Spannung und Zündstoff. Nach dem spielfreien Fastnachts-Wochenende steigt die Handball-Party am Samstag, 4. März, um 20.00 Uhr in der Pforzheimer Bertha-Benz-Sporthalle. Gastgeber ist diesmal die SG, die hofft, den Zuschauerrekord vom Hinspiel (1800 Fans) zu brechen.

Die TGS Pforzheim, die das Hinspiel sicher mit 26:23 gewann, geht auch ins Rückspiel als Favorit. Nach er bitteren Pleite im Topspiel gegen Spitzenreiter HBW Balingen/Weilstetten legte die ersatzgeschwächte TGS eine kleine Pause zur Regeneration ein. Erst am Donnerstag wird wieder trainiert. Bis zum Derby will man wieder zu Kräften kommen. Gegen die SG werden die verletzten Rückraumspieler Martin Kienzle und Felipe Soteras Merz wohl erneut nicht zur Verfügung stehen.

Großes Verletzungspech hat auch die SG Pforzheim. Kreisläufer Philipp Schückle, der beim 19:22 in Fürstenfeldbruck nach dreimonatiger Verletzungspause wieder spielte, brach sich erneut den Mittelfuß. Der Pechvogel fällt nun für den Rest der Saison aus. Neuer Hoffnungsträger beim Aufsteiger ist Miloje Dolity, ein 23-Jähriger mit serbischer und ungarischer Staatsangehörigkeit, der zuletzt in Polen spielte. Er soll im Rückraum die Fäden ziehen.

Für die TGS Pforzheim gilt es, auch abseits des Spielfeldes die Weichen für einen möglichen Aufstieg zu stellen. Bis 1. März muss ein formaler Lizenzantrag an die Handball-Bundesliga-GmbH (HBL) gestellt werden. Verzichtet ein Meister (Nord-Spitzenreiter TSV Altenholz wird keinen Lizenzantrag stellen), wird der freigewordene Aufstiegsplatz zwischen allen Zweitplatzierten der 3. Ligen (Süd, Nord, West, Ost) ausgespielt. Wenn im Süden die HBW Balingen/Weilstetten II Meister würde, wäre automatisch eine Relegation notwendig, da Balingen als zweite Mannschaft eines Erstligisten nicht aufsteigen kann.

In der kommenden Saison wird es voraussichtlich nur noch zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga geben, weil diese von 20 auf 18 Vereine reduziert werden soll.