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Im Griff hatten die Nöttinger Timo Brenner (links) und Holger Fuchs (rechts) im Hinspiel den Ulmer Top-Torjäger David Braig. Eibner 

Kampf um Platz 1: FC Nöttingen trifft im Spitzenspiel auf den SSV Ulm

Mehr Hit geht nicht: Bester Angriff kämpft gegen die beste Abwehr. Der FC Nöttingen muss gegen den SSV Ulm um die Tabellenführung bangen.

Die Zutaten für ein Fußball-Festmenü sind vorhanden. Am Freitagabend kommt es zum Giganten-Treffen der Oberliga Baden-Württemberg zwischen dem FC Nöttingen und dem SSV Ulm. Die Überflieger der Liga, die punktgleich (57) mit zehn Zählern Vorsprung vor der Konkurrenz das Tableau anführen, kreuzen im Panoramastadion (19.00 Uhr) die Klingen. Einen Favoriten gibt es nicht, wenngleich Ulm nach 13 Spielen ohne Niederlage in den vergangenen Wochen und Monaten reichlich Selbstvertrauen getankt hat. Beim FC Nöttingen ging die Formkurve zuletzt rauf und runter. „Es wird sich zeigen, ob unsere derzeitige Verfassung ausreicht, um Ulm zu schlagen“, sagt FCN-Chefcoach Michael Wittwer. Eine Vorentscheidung im Titelrennen fällt nach Wittwers Auffassung aber nicht. „Es sind dann noch acht Spiele, da kann noch viel passieren.“

Bei zehn Punkten Vorsprung ist es aber sehr wahrscheinlich, dass Nöttingen und Ulm, in welcher Reihenfolge auch immer, als Erster und Zweiter über die Ziellinie gehen. Der Meister steigt direkt in die Regionalliga Südwest auf. Der Zweite spielt einen weiteren Aufstiegplatz gegen die Zweiten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar (derzeit SC Hauenstein) und der Oberliga Hessen (derzeit Rot-Weiss Frankfurt) aus. Der FC Nöttingen kennt das. Vor zwei Jahren stieg man über diesen Umweg nach zwei Duellen mit dem FSV Salmrohr in die Regionalliga auf.

 

Captain verlängert bis 2018Heute hat Timo Brenner seinen Vertrag beim FCN um weitere zwei Jahre bis 2018 verlängert....

Posted by FC Nöttingen 1957 e.V. on Donnerstag, 31. März 2016

Ulm reist mit breiter Brust nach Remchingen. Mit dem 6:0 gegen Pfullendorf schossen sich die Spatzen schon mal warm. „Wir haben 13 Punkte aufgeholt. Darauf haben wir hingearbeitet“, freut sich Ulms Trainer Stephan Baierl auf die Partie. Aber auch Nöttingen überzeugte zuletzt mit dem 4:1-Erfolg in Friedrichstal.

Dass Ulm zum härtesten Rivalen des FC Nöttingen im Titelrennen wird, war vor einem halben Jahr nicht absehbar. Am 27. Oktober siegte Nöttingen mit 2:1 im Ulmer Donaustadion und hatte 13 Punkte Vorsprung auf den ehemaligen Erstligisten. Seither hat Ulm aber kein Spiel mehr verloren und sich an die Spitze herangekämpft.

Nöttingen gegen Ulm, das ist auch das Duell der besten Abwehr (Ulm) gegen den besten Angriff (Nöttingen). Bei Ulm hält Ex-Profi Florian Krebs die Abwehr zusammen. Im Angriff ist vor allem auf David Braig zu achten, der mit 21 Treffern die Torjäger-Liste der Oberliga anführt.

Zweiter auf dieser Liste ist Leutrim Neziraj vom FC Nöttingen mit 14 Toren. Dass mit Eray Gür (12), Mario Bilger und Michael Schürg (beide 10) drei weitere Lilahemden weit vorne zu finden sind, unterstreicht die Offensiv-Qualitäten des FC Nöttingen. Trainer Michael Wittwer kann auf den kompletten Kader zurückgreifen. Innenverteidiger Holger Fuchs ist nach seiner studienbedingten Auszeit wieder im Training. Auch Niklas Hecht-Zirpel ist nach überstandener Knieverletzung wieder dabei. Beide sind laut Wittwer noch keine Option für die Startelf, könnten aber auf der Reservebank Platz nehmen.

Am Donnerstagabend hat außerdem Kapitän Timo Brenner seinen Vertrag um weitere zwei Jahre bis 2018 verlängert. "Vereinsführung und Trainerstab sind mehr als glücklich über das Signal unseres Führungsspielers", schrieb der Verein auf seiner Facebook-Seite.