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Karlsruhes Matthias Zimmermann liegt nach einem Foul am Boden, als sich eine entschuldigende Düsseldorfer Hand nähert.
Karlsruhe verliert Kellerduell in Düsseldorf 0:1 © dpa
05.12.2010

Karlsruhe verliert Kellerduell in Düsseldorf 0:1

KARLSRUHE. Das zarte Pflänzchen Hoffnung, das der KSC mit dem 4:0-Heimsieg gegen Oberhausen gepflanzt hat, ist schon in Düsseldorf wieder eingegangen. Denn der gastgebenden und fußballerisch auch nicht gerade überzeugenden Fortuna reichte ein Tor in der achten Spielminute von Sascha Rösler, um ihren weitestgehend harmlosen Gästen die Punkte abzuknöpfen.

Was der KSC vor 20 000 Zuschauern in der Esprit-Arena zu bieten hatte, reicht sicher nicht, um im Kampf um den Klassenerhalt erfolgreich zu sein.
„Wir werden solchen Spiele, in denen wir uns nicht verstecken, sondern Fußball spielen, irgendwann auch gewinnen“, sagte Trainer Uwe Rapolder nach der enttäuschenden Partie seiner Schützlinge fast trotzig. Sein Team steht am kommenden Freitag daheim gegen Schlusslicht Bielefeld gewaltig unter Druck. „Das wird jetzt natürlich das wichtigste Spiel des Jahres“, beschreibt der neue KSC-Coach die Situation.
Die Karlsruher gerieten in Düsseldorf früh unter Druck. Als Johannes van den Bergh nahezu unbehindert von links flanken konnte, kam Sascha Rösler ebenso unbehindert zum Kopfball und traf bereits in der 8.Spielminute. KSC-Keeper Luis Robles machte dabei keine gute Figur. „Um dieses Tor haben wir regelrecht gebettelt“, kommentierte Arnold Trentl, der sportliche Leiter des KSC, das insgesamt 31. Gegentor der Wildparkprofis.
In der Folge produzierte der KSC Missverständnisse, Fehlpässe und leichte Ballverluste zuhauf, vor allem Gaetan Krebs, Lukas Rupp, Timo Staffeldt und Marco Engelhardt enttäuschten fußballerisch auf der ganzen Linie. Krebs versemmelte bei der ersten KSC-Chance auch das tolle Zuspiel von Andreas Schäfer erbärmlich (54.). Der KSC spielte nun offensiver – und wurde anfällig für Konter. Und in der 56. Minute konnte Sebastian Langkamp gegen Fortunas Kapitän Andreas Lambertz gerade noch auf der Linie klären. Nach der Einwechslung von Macauley Chrisantus, Anton Fink und Massimilian Porcello wurde der KSC druckvoller, doch Chancen blieben Mangelware.
Kaum Torchancen
„Im letzten Drittel des Spielfeldes fehlte die Präzision. Wir müssen auch alle mehr das Tor machen wollen“, hielt der KSC-Coach fest. Chrisantus schoss kläglich vorbei, statt den mitgelaufenen Fink zu bedienen (81.), und Porcello stellte mit seinem Schrägschuss Fortunas Schlussmann vor keine Probleme (82.), während die Fortuna in der Schlussphase noch zwei Großchancen vergab.