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Auch der russische KSC-Neuzugang Vadim Manzon (vorne) konnte sich gegen Lahr mit Ahmet Kalu nicht durchsetzen. GES 

Karlsruher Fehlstart nach der Mini-Pause: 0:1-Niederlage gegen Lahr

Noch jede Menge Sand im Getriebe hat der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC. Oder anders ausgedrückt: Cheftrainer Markus Kauczinski und seine Schützlinge müssen die jetzt noch knapp vier Wochen Vorbereitung (Kauczinski: „Die kürzeste aller Zeiten“) gut nutzen, um 2015/16 an die in der vergangenen Saison gezeigten Leistungen anzuknüpfen. Denn die Wildparkprofis unterlagen am Samstagnachmittag in ihrem ersten von sechs bisher terminierten Testspielen dem südbadischen Verbandsligisten SC Lahr 0:1 (0:1).

Das Tor des Tages vor 1 369 Zuschauern im Stadion Dammenmühle erzielte in der 10. Minute Dimitri Holm. Weder die von Kauczinski zunächst aufs Feld geschickte A-Mannschaft, noch – nach der Pause – das Karlsruher B-Team waren in der Lage, einen Treffer gegen den aus den Traditionsvereinen und SpVgg Lahr und Lahrer FV hervorgegangenen SC zu erzielen. „Wir hatten zwar einigen Möglichkeiten“, fasste der KSC-Coach die Niederlage zusammen, „konnten sie aber nicht nutzen.“ Lahrs Torhüter Dennis Fietzek hielt seinen Kasten gegen Neuzugang Bjarne Thoelke (9.), Rouwen Hennings (21.) und Gaetan Krebs (40.) sauber. Eine weitere KSC-Chance in der ersten Halbzeit vertändelte Erwin Hoffer (17.) .

Auch nach dem Seitenwechsel war der SC-Keeper nicht zu bezwingen – weder von Ylli Sallahi mit einem Freistoß (63.) noch von Jungbin Park (78.). Bei einem Lattenschuss des Koreaners verhinderte der Querbalken den 1:1-Ausgleich der Profis (65.). „Insgesamt aber“, räumte deren Trainer unumwunden ein, „war das natürlich einfach zu wenig.“ Und Sportdirektor Jens Todt meinte: „Ob am ersten oder am letzten Tag der Saisonvorbereitung – so ein Spiel muss man als Profimannschaft gewinnen.“

Nach zwei Trainingseinheiten am gestrigen Sonntag stehen heute und morgen die seit 1999 für Fußballprofis obligatorischen allgemeinmedizinischen Untersuchungen auf dem Programm. Am Donnerstag machen sich die Karlsruher – dann auch mit Daniel Gordon, Pascal Köpke, Ilian Micanski und Hiroki Yamada, die eine einwöchige Urlaubsverlängerung genießen - auf den Weg ins achttägige Trainingslager nach Scheffau in Tirol. Mit 25 Feldspielern und drei Torhütern wird der KSC im Hotel „Kaiser in Tirol“ einchecken und in Österreich drei Testspiele gegen den FK Pribram (Tschechien), den SV Austria Salzburg (Österreich) und den FK Rubin Kazan (Russland) bestreiten.

Wechseln Hennings und Max?

Die Suche nach einem Nachfolger für den zu RB Salzburg gewechselten Reinhold Yabo geht derweil „ohne Druck“ (Kauczinski) und „in aller Ruhe“ (Todt) weiter. Sie könnte sich also durchaus noch einige Wochen hinziehen – vielleicht sogar bis in den August. Denn die Wechselfrist endet erst am 31. August – und weil die 1. Liga erst Mitte August den Spielbetrieb wieder aufnimmt, kommt sicher noch einmal Bewegung in den Transfermarkt.

Das könnte allerdings auch das auswärtige Interesse an den KSC-Spielern Rouwen Hennings und Philipp Max betreffen. „Das ist noch nicht ausgestanden“, glaubt Kauczinski. „Vielleicht müssen wir irgendwann sagen: Okay!“ Bei den bisher kolportierten Angeboten von 1860 München, angeblich 1,6 Millionen für Hennings, und des FC Augsburg, angeblich 1,2 Millionen für Max, wurde der KSC jedenfalls noch nicht schwach. Kauczinski: „Der Wildpark ist kein Schnäppchenmarkt.“

KSC: Vollath (46. Stritzel) – Valentini (46. Hoffmann, 72. Fassnacht), Thoelke (46. Stoll), Gulde (46. Mauersberger), Max (46. Kempe) – Torres (46. Barry), Meffert (46. Mehlem), Krebs (46. Peitz), Nazarov (46. Sallahi) – Hoffer (46. Park), Hennings (46. Manzon).