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KSC-Matchwinner Erwin Hoffer (vorne rechts) gegen Sertan Yegenoglu.   Gebert
KSC-Matchwinner Erwin Hoffer (vorne rechts) gegen Sertan Yegenoglu. Gebert
20.10.2015

Karlsruher SC: Freude nach dem holprigen Sieg

Er habe das Gefühl, sagte Jens Todt nach dem 1:0-Sieg der Wildparkprofis beim TSV 1860 München noch vor Ort, „dass wir das Schlimmste hinter uns haben.“ Zumindest kurzfristig betrachtet lag der Sportdirektor des Karlsruher SC damit richtig. Denn im „worst case“, bei einer Niederlage gegen die „Löwen“, wäre die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski auf Tabellenplatz 17 abgerutscht – und damit auf einen direkten Abstiegsplatz.

Todt hatte aber sicher auch die mittelfristige Entwicklung im Blick und damit die zuvor sechs KSC-Spiele ohne Sieg. Zur Erinnerung: Nach den – teilweise beängstigenden – Niederlagen in Braunschweig (0:6), gegen Union Berlin (0:3) und in Paderborn (0:2) rangierte die Mannschaft von Markus Kauczinski auf Tabellenplatz 15. Anschließend spielten die KSCler zwar dreimal „nur“ unentschieden, jeweils 1:1, zeigten dabei aber aufsteigende Form.

Davon war vor knapp 20.000 Zuschauern in der Münchner Allianz-Arena allerdings nichts zu sehen. „Das ist das Verrückte am Fußball“, gab Markus Kauczinski nach dem Ende der Sieglos-Serie seiner Mannschaft zu Protokoll, „unsere letzten drei Auftritte waren allesamt besser. Heute waren wir mit Sicherheit nicht das bessere Team. Aber wir haben gefightet und gekämpft und dann mit diesem genialen Moment von Hiroki Yamada mit einem richtig geilen Pass auf Jimmy Hoffer“, der mit seinem vierten Saisontor die drei Punkte sicherstellte, „das Spiel in unsere Richtung gebracht. Wir haben dann leidenschaftlich verteidigt – sicher ein bisschen holprig. Aber insgesamt“, der KSC ist jetzt – positiv betrachtet – seit vier Spielen ungeschlagen, „da sieht man, dass eine ganz klare Tendenz da ist. Das sieht man auch am Tabellenplatz, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Auf diesem Weg steht seinen Schützlingen nun eine Art „Zwischenprüfung“ bevor – in fußballerischer, kämpferischer und emotionaler Hinsicht. Am kommenden Samstag (13 Uhr) ist der 1. FC Kaiserslautern im Wildparkstadion zu Gast. Für die 56. Auflage des traditionsreichen Südwest-Derbys sollten Vadim Manzon, Jonas Meffert und Bjarne Thoelke wieder zur Verfügung stehen. Vielleicht bekommt gegen den FCK auch Dimitris Diamantakos, der gegen die Löwen eingewechselt wurde, etwas mehr Spielanteile. Kauczinski war „sehr zufrieden“ mit dem knapp viertelstündigen Debüt des griechischen Stürmers: „Man hat seine Stärke am Ball gesehen.“