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Der Ex-Nürnberger Enrico Valentini, Erwin Hoffer und Grischa Prömel (von links) wollen in der Tabelle den nächsten Schritt nach vorne machen. Foto: dpa
Der Ex-Nürnberger Enrico Valentini, Erwin Hoffer und Grischa Prömel (von links) wollen in der Tabelle den nächsten Schritt nach vorne machen. Foto: dpa
15.10.2016

Karlsruher SC: Gegen 1. FC Nürnberg in der Erfolgsspur bleiben

Im ewig jungen Duell gegen den 1. FC Nürnberg soll der nächste Dreier für den Karlsruher SC her. Aber: Personell nicht ganz unbeschadet hat der KSC die zurückliegende Länderspielpause und die Abstellungen seiner Nationalspieler überstanden. Bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Zweiten Liga muss Cheftrainer Tomas Oral am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg auf Dimitris Diamantakos und Martin Stoll verzichten.

Diamantakos kam schon zu Beginn dieser Woche mit Adduktorenproblemen von der griechischen Nationalmannschaft zurück, und Stoll zog sich im Training am Donnerstag eine Oberschenkelzerrung zu. Gegenüber der Startaufstellung beim 1:1 in Düsseldorf vor zwei Wochen stellt sich deshalb primär die Frage, wer anstelle von Stoll als Innenverteidiger aufläuft – David Kinsombi oder Jordi Figueras? Des Weiteren könnte es bei den Gastgebern allerdings auch links hinten – Ylli Sallahi statt Dennis Kempe – und im rechten Mittelfeld – Manuel Torres statt Charalampos Mavrias – personelle Änderungen geben.

Franken im Aufwind

„Wir haben ein hoch interessantes und sehr intensives Spiel vor der Brust“, sagte Tomas Oral gestern. Denn die Franken haben nach anfänglichen Startschwierigkeiten – nur zwei Punkte aus den ersten sechs Spielen – mit zuletzt zwei Siegen hintereinander Fuß gefasst in dieser Saison und sind punktgleich mit dem KSC.

„Das ist eine körperlich robuste Mannschaft“, sagt Jens Todt über die Gäste, „der wir auch körperlich begegnen müssen. Wir müssen gegenhalten und uns wehren. Dann haben wir gute Chancen, die drei Punkte hierzubehalten.“ Die Voraussetzungen dafür beschreibt der Sportdirektor des KSC als optimal. Auch Cheftrainer Oral attestiert seinen Schützlingen „eine hohe Bereitschaft und große Willensstärke.“

Diese soll der KSC gegen den „Club“ in der zuletzt erfolgreichen Grundordnung auf den Platz bringen. „Das 4-4-2 tut uns im Moment ganz gut“, meint Tomas Oral und fährt fort: „Wir wollen und müssen gegen Nürnberg gewinnen, um in der Spur bleiben.“

Vorsicht vor Burgstaller

Obwohl die ganz großen Emotionen inzwischen „‘raus sind, wir haben ja schon mehrfach gegen Nürnberg gespielt“, seien Auseinandersetzungen mit dem Club „immer noch etwas Besonderes“, für ihn, sagt Enrico Valentini (27), der 16 Jahre lang das FCN-Trikot trug, ehe er 2010 nach Aalen wechselte und von dort 2014 in den Wildpark. „Das wird eine ganz harte Nuss“, meint der Rechtsverteidiger des KSC vor dem morgigen Spiel. „Der Club kommt auch über das Kollektiv“, verfüge aber zum Beispiel mit Guido Burgstaller über einen Stürmer, „der immer für ein Tor gut ist“, und in dieser Saison schon fünfmal getroffen hat. Ihn müsse der KSC natürlich besonders im Auge behalten und darüber hinaus „Geduld beweisen“.

Mögliche KSC-Aufstellung:

Orlishausen – Valentini, Thoelke, Figueras (Kinsombi), Sallahi (Kempe) – Mavrias (Torres), Prömel, Stoppelkamp, Yamada – Kamberi, Hoffer